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	<title>Vision &#8211; Kraft der Seele</title>
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	<description>Rund um das Thema &#34;Gelingendes Leben&#34;. Von der Suche, dem Weg und dem Ziel.</description>
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		<title>Eine Woche ohne</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Jürgen Lahann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2015 00:55:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Innenansichten eines Bloggers]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensziele]]></category>
		<category><![CDATA[Vision]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal muss erst ein Einschnitt von aussen kommen, um Dir deutlich zu machen, wie sehr sich Dein Leben in der letzten Zeit verändert hat. Bei mir geschah es durch die plötzliche Trennung von Telefon und Internet. Für eine Woche. In der Woche vorher gab es schon immer mal wieder kleinere Probleme und Ausfälle, aber dann [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/11/Fotolia_90976815_XS_copyright.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-316 aligncenter" src="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/11/Fotolia_90976815_XS_copyright-300x221.jpg" alt="Eine Woche ohne" width="464" height="341" srcset="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/11/Fotolia_90976815_XS_copyright-300x221.jpg 300w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/11/Fotolia_90976815_XS_copyright-260x192.jpg 260w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/11/Fotolia_90976815_XS_copyright.jpg 424w" sizes="(max-width: 464px) 100vw, 464px" /></a></p>
<p>Manchmal muss erst ein Einschnitt von aussen kommen, um Dir deutlich zu machen, wie sehr sich Dein Leben in der letzten Zeit verändert hat.</p>
<p>Bei mir geschah es durch die plötzliche Trennung von Telefon und Internet. Für eine Woche. In der Woche vorher gab es schon immer mal wieder kleinere Probleme und Ausfälle, aber dann standen wir eine Woche ohne digitale Verbindung zur Aussenwelt da.</p>
<p>Nach dem ersten Schrecken und der Panik, viel Wichtiges zu verpassen und meine treuen Leser nicht mehr erreichen zu können, ergaben sich nach einer Weile durch diese Zeit eine Reihe von Erkenntnissen, die Dich vielleicht überraschen werden.</p>
<p><span id="more-315"></span></p>
<p>Die (technischen) Einzelheiten und das Hin und Her mit unseren beiden Telefonanbietern möchte ich Dir ersparen. Alleine DAS würde einen ganzen Beitrag füllen. Für hier reichen die Fakten: Nachdem es Störungen mit unserem Anschluss gab, war die Leitung nach einigen Tagen komplett tot. Und die Aussage des Netzbetreibers war, das es bis zu dreissig Tage dauern kann, bis die Leitung repariert ist, weil evtl. Erdarbeiten anstehen. Dazu kommt noch, dass ich auf dem Land lebe und es hier kaum Handynetzabdeckung gibt. Jdf. auf keinen Fall genügend, um mit dem Handy im Internet aktiv zu sein. Weiterhin hatte ich in der Zeit 5 Tage Urlaub, so dass ich auch die Technik in meinem Arbeitsbüro während der Mittagspause nicht nutzen konnte. Es gab nichts zu beschönigen: ich konnte für eine absehbar längere Zeit nicht im Netz aktiv sein.</p>
<p>Na und, wirst Du jetzt vielleicht sagen, wo ist das Problem? Es gibt Schlimmeres!</p>
<p>Der Punkt ist, dass ich bis dato noch garnicht wirklich realisiert hatte, wie sehr sich mein Leben in den letzten 1,5 Jahren verändert hatte. Im Sommer vergangenen Jahres sind meine beiden Blogs &#8222;<a href="https://schmerzfrei-durch-ernaehrung.de/Blog/">Schmerzfrei durch Ernährung</a>&#8220; und &#8222;<a href="https://kraft-der-seele.de/Blog/">Kraft der Seele</a>&#8220; online gegangen. Ich muss zugeben, ich bin sehr &#8222;naiv&#8220; an die Sache heran gegangen. Auf die Anregung meiner Frau hin wollte ich einen Weg finden, mein Wissen an möglichst viele Menschen weiter zu geben. Mein Wissen über die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Arthrose und mein Wissen über die vielen Coaching Tools und spirituellen Fragen, die ich in meinem Leben bearbeitet habe / hatte. Da ich gerne schreibe, bin ich auf die Idee mit den Blogs gekommen.</p>
<h4>Die Begeisterung am Anfang</h4>
<p>Die Welt der PCs und des Internets ist mir nicht neu, aber mit der Einrichtung der Blogs eröffnete sich mir eine völlig neue und aufregende Welt. Bisher kannte ich es nur so, dass man Webseiten in Auftrag gibt und das sie nur vom &#8222;Fachpersonal&#8220; bearbeitet und verändert werden können. Jetzt lernte ich, wie ich selber alles bestimmen konnte, was ich wollte. Inhalte, Design, Struktur usw&#8230; Eine aufregende Erfahrung und eine enorme Erweiterung meiner Kenntnisse und Fähigkeiten. Und weil das alles so aufregend war und ich mich vorher nur mit den wichtigsten Deteils beschäftigt hatte, legte ich einfach los. Ohne mir viel Gedanken zu machen.</p>
<p>Und ich merkte schnell, dass es in der neuen Welt unendlich viele Möglichkeiten gab, aber damit auch unendlich viele Fehlerquellen und Entscheidungspunkte. Ich nahm eine Hürde und es taten sich direkt danach mind. zwei neue auf&#8230; Aber es machte Spass, ein Problem nach dem nächsten lösen zu können. Die Seiten wuchsen und wurdne immer &#8222;besser&#8220;. Ein richtiger Hype entstand.</p>
<p>Wer einen Blog schreibt, will auch, dass er gelesen und wahrgenommen wird, sonst bräuchte man ihn nicht zu schreiben. Es gibt viele Menschen im Internet, die Anfängern wie mir erklären, wie man Leser auf seinen Blog bekommt. Das Problem ist, das das Netz inzwischen so voll mit Informationen ist, dass man etwas tun muss, um in diesem Wust an Informationen wahrgenommen zu werden. Es reicht nicht, einen guten Beitrag zu schreiben, eine tolle Seite zu haben und darauf zu vertrauen, dass Google einen schon findet.</p>
<h3>Bekannt werden wollen</h3>
<p>Wenn man gelesen werden möchte, muss man seine Beiträge und seine Seite regelrecht &#8222;vermarkten&#8220;. Sei aktiv in sozialen Netzwerken, sammle E-Mail Adressen, schreibe regelmäßig, mache Videos und Podcasts, liefere unschlagbaren Inhalt&#8230; Das sind so, zusammen gefasst, die häufigsten Tipps. Das Problem an der Geschichte ist: Das ist harte Arbeit. Auch wenn es ganz locker klingt, es kostet Zeit und Energie. Jeder Leser, jede E-Mail Adresse, ist hart erarbeitet. Diese Geschichten von Seiten, die plötzlich einfach so &#8222;durch die Decke&#8220; gehen und tausende von Lesern und Klicks erreichen, sind die Ausnahme geworden. Es gibt nichts, was es nicht schon gibt. Ja, Du hast Deine persönliche Note und Deine persönlichen Leser, aber das Grundthema ist bestimmt schon irgendwo im Netz verfügbar.</p>
<p>Ich investierte also nicht nur Zeit in meine Beiträge, sondern begab mich auch auf die Suche nach Menschen, die das, was ich zu sagen hatte, auch gebrauchen konnten. Und so war ich dann nicht nur mit dem Schreiben von Beiträgen beschäftigt, sondern las Blogs, die mir halfen, vermeintliche Schwachstellen auf meiner Seite zu finden, studierte täglich meine Statistiken und freute mich, wenn sie stiegen und war frustriert, wenn sie sich reduzierten und war viel präsent in sozialen Netzwerken, vor allem auf Facebook.</p>
<p>Und das Ganze passierte so langsam und schleichend, dass es mir garnicht bewusst wurde. Vor allem nicht, woher ich die Zeit für all das genommen habe.</p>
<h3>Es hat sich was verändert</h3>
<p>Erst jetzt, als der große &#8222;Break&#8220; kam, fühlte es sich plötzlich merkwürdig an&#8230;</p>
<p>Plötzlich wurde mir klar, dass meine Morgenroutine statt Chi Gong und Meditation, jetzt aus der Sichtung der Statistiken und Facebook-Besuchen bestand. Inzwischen musste ich die Abfolge der Chi Gong Übungen wieder nachsehen, obwohl ich sie schon mal aus dem FF konnte&#8230; Jetzt hatte ich plötzlich Situationen am tag, an denen ich erstmal überlegen musste, was ich jetzt tun will. Der routinierte Griff zum Laptop oder Tablett führte ins Leere, da war nichts mehr&#8230; Plötzlich hatte ich auch wieder Zeit zum Lesen. Früher meine Lieblingsbeschäftigung, konnte ich mich jetzt kaum noch daran erinnern, wann ich das letzte mal ein Buch in der Hand hatte. Obwohl meine Regale voller spannender Bücher sind, die darauf warten, endlich gelesen zu werden.</p>
<p>Und etwas anderes habe ich in dieser Zeit ohne Internet und Telefon wieder neu entdeckt: das NICHTSTUN. So blöd es vielleicht klingen mag, aber ich habe mir in der letzten Zeit immer weniger Zeit für Erholung genommen. Immer in dem Glauben, wieso, ich mache doch das, was mir Spass macht, da braucht es doch keine Erholung&#8230; Erst jetzt merkte ich, wie gut es tut, einfach mal nur so da zu sitzen (s. Loriot :-)) und nichts zu tun&#8230; oder mal lange zu schlafen&#8230;</p>
<h3>Tue nur das, was Dir Spass macht&#8230;</h3>
<p>Diese Erfahrungen machten mich sehr nachdenklich&#8230; Wie ist das denn nun mit dieser Hypothese, das man nicht ausbrennt, wenn man immer das macht, was einen erfüllt und was Spass macht? Vielleicht habe ich da auch was falsch verstanden&#8230; Mein Job macht mir Spass, meine Blogarbeit macht mir Spass, meine Facebook-&#8222;Arbeit&#8220; macht mir Spass&#8230; und trotzdem merke ich, wie sehr mir Erholung fehlt, wenn plötzlich Zeit dafür da ist&#8230; Vielleicht ist es eine Frage der Motivation, also des Antriebes? Geht es darum, ob ich zu jeder Zeit das mache, was ich jetzt gerade tun WILL, oder nur das, was gerade dran ist, getan werden muss oder jetzt nötig ist? Mir fällt dazu immer dieser blöde Waldorf-Witz ein: Fragen die Kinder die Erzieherin im Waldorfkindergarten: &#8222;Müssen wir heute wieder spielen, was wir wollen?&#8220;</p>
<p>Ich lande wieder bei meinem &#8222;alten&#8220; Thema&#8230; <strong>Höre auf Dich und sorge für Dich, statt Dich von Zielen im aussen leiten zu lassen&#8230;.</strong></p>
<h3>Das &#8222;Warum&#8220; kennen</h3>
<p>Meine Frau brachte es auf den Punkt: &#8222;Was willst Du mit Deiner Blog-Arbeit? <strong>Anderen Dienen oder selbst bedient werden?</strong>&#8220; Also, will ich wirklich mit meinem Blog für andere hilfreich sein, oder geht es mir &#8222;nur&#8220; um Anerkennung und &#8222;Belohnung&#8220;? Ich habe mich mit dem Hinweis retten wollen, dass meine Arbeit ja nur dann anderen helfen kann, wenn sie meine Beiträge auch finden&#8230; aber gespürt habe ich, dass etwas wahres dran ist&#8230; es geht auch um Anerkennung. Lob, Gesehen werden&#8230; Gibt es etwas schöneres als sagen zu können, ich habe einen Blog, eine Seite geschaffen, die die Welt verändert? Ja, hoher Anspruch, ich weiss, aber wenn ich ehrlich bin&#8230; das ist zumindest ein Teil meines Antriebes&#8230; Und damit auch ein Teil des Problems&#8230;</p>
<p>Das bringt mich zu meinen neuen Erkenntnissen über Facebook&#8230;</p>
<h3>Die Vor- und Nachteile von Netzwerken</h3>
<p>Ich muss es gestehen, ich LIEBE Facebook&#8230; Anfangs hatte ich mich dort angemeldet, weil ich darüber alte Freunde, die ich längst aus den Augen verloren hatte, dort wieder treffen konnte. Durch meine digitale Arbeit habe ich dort im letzten Jahr sehr viele, fantastische und tolle Menschen kennen und schätzen gelernt. Auch, wenn wir uns noch nie persönlich getroffen haben, würde ich nicht zögern, viele davon als wirkliche Freunde zu bezeichnen. Mit manchen ist der Kontakt eher sachlich und Themen bezogen, mit anderen sehr persönlich. So, wie es eben bei jedem passend ist. Eine unschätzbare Bereicherung meines Lebens. Freunde in ganz Europa :-)</p>
<p>Das ist ein riesen Vorteil von Facebook, den ich nicht missen möchte. Ihr seid mir alle sehr ans Herz gewachsen :-)</p>
<p>Es ist allerdings auf FB nicht möglich, die Nachrichten, die man von Freunden bekommt, zu &#8222;filtern&#8220; :-) Und darin liegt für mich der Haken&#8230; nicht, weil ich keine schlechten Nachrichten vertrage, darum geht es nicht&#8230; Es ist eher dieses stechende Gefühl, wenn ich sehe, was bei den anderen und deren Projekten so passiert&#8230; Hier entsteht eine neue Idee, dort werden Gastartikel geteilt und geschrieben, hier erreichen die Zahlen und die Statistik einen neuen Höhenrekord, dort verwirklicht jemand seinen Lebenstraum&#8230;</p>
<p>Florian Sauer mit seinem tollen Auto, seinem Seminarhaus und seinen Detox Wochen auf einer traumhaften Insel&#8230;</p>
<p><a href="https://www.einfachanfangen.net/blog/" target="_blank">Antje Düwel</a> mit ihrer tollen Seite, erst vor kurzem gestartet und schon jetzt in Cooperation mit vielen namhaften Größen der Szene&#8230;</p>
<p><a href="https://energyhealth.de/" target="_blank">Steffi Arlt</a> mit ihrer tollen Seite mit den schönen Rezepten und so professionellen Fotos, wie ich sie nie hinbekommen werde&#8230;</p>
<p><a href="https://www.gesundheitspraxis-fuchs.de/" target="_blank">Jen Fuchs </a>mit ihrer tollen Facebookseite mit den täglichen Morgen-Gedanken und den Videos&#8230;</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/channel/UCZgAHgr3c_A_yN0p2aR14mA" target="_blank">Robert</a> mit seinen täglichen Videos, die sooo professionell sind und der schon längst in einer ganz anderen Liga spielt als ich&#8230;</p>
<p>Und da bin ich noch garnicht bei so erfolgreichen Seiten wie <a href="https://www.kochtrotz.de/" target="_blank">Kochtrotz</a>, <a href="https://www.silkeleopold.de/" target="_blank">Silke Leopold</a> und und und&#8230; Ganz zu schweigen von den vielen tollen Seiten, die es im Bereich persönliches Coaching und Wachstum gibt. Alles Erfolgsgeschichten, von denen ich natürlich auch gerne eine wäre&#8230;</p>
<p>Wie immer ist es der Blick auf die anderen, denen es (angeblich?) soooo viel besser geht, die soooo viel mehr Erfolg haben als ich, die all das leben von dem ich träume&#8230; Es heisst nicht umsonst: &#8222;Der Vergleich ist der Vater des Unglücklich seins.&#8220;</p>
<p>Das alles bekomme ich so mit über Facebook, ohne das ich es verhindern kann. Und es macht was mit mir, auch wenn ich es nicht gerne zugebe. Das hat nichts mit Neid zu tun. Veit Lindau sagt, Neid ist eine verkannte Kraft, eine Möglichkeit, besser zu erkennen, was ich will und es dann auch umzusetzen. Neidisch bin ich nicht. Aber ich verliere <strong>mich</strong> aus dem Augen. Ich verliere aus den Augen, worum es <strong>mir</strong> eigentlich geht. Ich verliere meine Mitte, mich selbst und meine Werte. Statt dessen vergleiche ich und bei diesem Vergleich ziehe ich immer den &#8222;kürzeren&#8220;. Und dann ist die Gefahr, dass ich versuche, die anderen zu kopieren, sie nachzumachen, um an deren Erfolg teil haben zu können. Sich von etwas anspornen und inspirieren zu lassen, und etwas schlicht zu imitieren, sind zwei verschiedene Sachen. Ich hoffe, ich lerne immer mehr, das zu unterscheiden.</p>
<p>Und ich hoffe, dass ich mich von diesen Beispielen weiter anspornen lasse, statt irgendwann frustriert das Handtuch zu werfen. Im Sinne von: DAS erreiche ich eh nie&#8230; Die anderen sind eben die anderen, mit anderen Voraussetzungen, anderen Bedingungen und anderen Fähigkeiten.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Und was bedeutet das alles jetzt? Wirst Du weniger von mir lesen, werde ich weniger auf Facebook sein, werde ich womöglich meine Blogs aufgeben?</p>
<p>Das sicher nicht. Ich weiss noch nicht genau, was ich konkret verändern werde. Wichtig ist mir erstmal, das mir diese Dinge bewusst geworden sind. Ich werde in Zukunft mehr darauf achten, mich nicht aus dem Blick zu verlieren und mir treu zu bleiben. Es gilt der Satz: Ich bleibe bei mir und in meiner Mitte. Ich konzentriere mich mehr darauf, was ich kann und was ich will und weniger darauf, was die anderen tolles machen. Ich konzentriere mich mehr darauf, diejenigen, die gerne von mir lesen, zu unterstützen, als immer darauf aus zu sein, mehr Menschen zu erreichen.</p>
<p>In diesem ganzen Prozess ist mir deutlich geworden, dass ich auf die Fragen nach dem &#8222;Warum&#8220; keine wirkliche Antwort habe. Wann ist es &#8222;genug&#8220;? Wann habe ich &#8222;genug&#8220; erreicht? Ich bin im Januar 50 geworden. Auf was in meinem Leben möchte ich zurück blicken? Womit bin ich dann &#8222;zufrieden&#8220;, um das Wort &#8222;stolz&#8220; nicht zu benutzen? Was treibt mich da eigentlich? Es wird immer jemanden geben, der NOCH erfolgreicher und NOCH &#8222;besser&#8220; war und ist als ich&#8230; DIESE Sichtweise wird mich nicht zufrieden machen, das ist mir durch diese &#8222;Auszeit&#8220; klar geworden.</p>
<p>Meine konkreten Veränderungen werden mit diesen Antworten zu tun haben. Sollte es konkrete Ergebnisse geben, lasse ich es Dich gerne wissen :-)</p>
<p>Danke, dass Du bis hierhin gelesen hast. Kennst Du die von mir beschriebenen Phänomene auch? Dann freue ich mich über einen Kommentar!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die 6 erfolgreichsten Wege, um Deine Vision zu realisieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Jürgen Lahann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2015 17:24:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ziele setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Ego]]></category>
		<category><![CDATA[Realität]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Umsetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Vision]]></category>
		<category><![CDATA[Widestand]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Du hast Deine Vision von Deinem Leben gefunden? Glückwunsch! Gute Arbeit! Jetzt geht es ja &#8222;nur noch&#8220; darum, sie zum Leben zu erwecken und Wirklichkeit werden zu lassen. Ganz einfach, oder?! Doch nicht? Hier findest Du die 5 unverzichtbaren Zutaten, um Deine Vision ins Leben zu holen. Die schlechte Nachricht vorweg: Es soll ja Menschen geben, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/03/Fotolia_9914257_S_copyright.jpg"><img loading="lazy" class="alignnone size-medium wp-image-201" src="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/03/Fotolia_9914257_S_copyright-300x214.jpg" alt="Seifenblase Adè" width="300" height="214" srcset="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/03/Fotolia_9914257_S_copyright-300x214.jpg 300w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/03/Fotolia_9914257_S_copyright-648x463.jpg 648w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/03/Fotolia_9914257_S_copyright-269x192.jpg 269w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/03/Fotolia_9914257_S_copyright.jpg 849w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Du hast Deine Vision von Deinem Leben gefunden? Glückwunsch! Gute Arbeit! Jetzt geht es ja &#8222;nur noch&#8220; darum, sie zum Leben zu erwecken und Wirklichkeit werden zu lassen. Ganz einfach, oder?! Doch nicht? Hier findest Du die 5 unverzichtbaren Zutaten, um Deine Vision ins Leben zu holen.</p>
<p><span id="more-200"></span></p>
<p>Die schlechte Nachricht vorweg: Es soll ja Menschen geben, die glauben, wenn Sie Ihre Vision gefunden haben, müssen Sie sich nur noch in den Liegestuhl setzen, in den Himmel sehen und an ihre Vision denken. Dann wird sie schon &#8222;ganz von selbst&#8220; in´s Leben kommen.</p>
<p>Die harte Botschaft lautet: SO funktioniert es leider nicht. Es braucht schon Deine Beteiligung und Dein Zutun. Ich zeige Dir hier die 5 wichtigsten Zutaten:</p>
<p><strong>1. Macht Deine Vision Dir WIRKLICH Freude?</strong></p>
<p>Bevor Du gleich: &#8222;Ja, natürlich, was soll die blöde Frage? Sonst hätte ich meine Vision ja nicht!&#8220; protestierst, lass uns nochmal genauer hinschauen. Das ist nämlich so eine Sache mit der &#8222;<em>Freude</em>&#8222;.</p>
<p>Die wichtige Frage dabei ist nämlich die Frage nach Deiner Motivation. Mal angenommen, Deine Vision hätte keinerlei positive Auswirkungen für Dich persönlich. Du bekommst KEINE Anerkennung von anderen für das, was Du da in Deiner Vision tust. Du verdienst KEIN Geld mit dem, was Du da tust. Überhaupt nimmt es kaum jemand wahr. Niemand nimmt Notiz von dem, was Du da tust und von Dir.</p>
<p>UND?! Wie sieht es jetzt aus mit Deiner Freude? Macht Dir auch diese Vorstellung noch Freude? Macht es Dir Spass, Dich in Deine Vision zu versetzen und Dir dabei auch vorzustellen, dass sich NIEMAND dafür interessiert, was Du da tust?</p>
<p>Viele spirituelle Lehren unterscheiden zwischen &#8222;Ego&#8220; und &#8222;Seele&#8220;. In dieser Vorstellung könnte man sagen, dass alles, was dem Ego dient, also Anerkennung, Ruhm, Reichtum usw., nicht geeignet ist, um Deine Vision real werden zu lassen. Warum nicht? Weil Du dann abhängig bist von aussen. Und das ist genau das, worum es in einer Vision nicht geht. Es geht dabei darum, <em><strong>DEINEN Weg</strong> </em>und <em><strong>DEINE Vision</strong> </em>zu finden.</p>
<p>Die &#8222;Seele&#8220; freut sich an Dingen, in denen Du Dich ausdrücken kannst und die Dich Dich selber vergessen lassen. Dinge, in denen Du aufgehst. Nimm als Beispiel bedeutende Künstler. Würden Sie sich daran orientieren, was andere sehen wollen, würde Ihnen kein Bild wirklich gelingen. Sie würden niemanden berühren. Wenn Sie aber sich und ihre Gefühle in den Bildern ausdrücken, dann erreichen Sie auch die Menschen mit ihren Bildern.</p>
<p>Also frage Dich, was Dir wirklich Freude bereitet, worin Du aufgehst und Dich ausdrücke kannst.</p>
<p><strong>2. Positive Emotionen</strong></p>
<p>Deine Vision braucht einen ganzen Strauss positiver Emotionen. Dir muss es richtig Spass und Freude machen, Dir vorzustellen, dass sie real geworden ist. Und es muss Dich regelrecht dazu drängen, Schritte zur Verwirklichung Deiner Vision auch umzusetzen.</p>
<p><strong>3. Tu so, als sei Deine Vision schon real</strong></p>
<p>Warum warten?! Tu doch einfach so oft wie möglich so, als sein Deine Vision schon Realität. Und wenn Du Dich nur für Dich selbst in die Stimmung bringst, als sei alles schon so, wie Du es Dir in der Zukunft ausmalst.</p>
<p>Du wirst sehen, Du wirst die Welt dann plötzlich mit ganz anderen Augen sehen ;-)</p>
<p><strong>4. Zahle den Preis!</strong></p>
<p>Wieder sowas unangenehmes&#8230; Du musst bereit sein, den Preis für Deine Vision zu zahlen.</p>
<p>Alles im Leben hat zwei Seiten, Vorteile und Nachteile. Und das gilt, so &#8222;blöd&#8220; das auch ist, auch für Deine Vision. Also überlege Dir, welchen &#8222;Preis&#8220; wirst Du für Deine Vision zahlen müssen? Wirst Du Beziehungen verändern müssen? Wirst Du evtl. finanzielle Einbussen haben? Versetz Dich in Deine Vision und überleg Dir, was sich verändert und wie es Dir mit diesen Veränderungen geht. Dort, wo es sich unangenehm anfühlt, dort zahlst Du einen Preis.</p>
<p>Und dann frage Dich, ob Du WIRLICH bereit bist, diesen Preis zu zahlen. Wenn ja, dann mache es Dir immer wieder bewußt, dass dieser Preis zu zahlen ist und stelle Dich darauf ein.</p>
<p><strong>5. Arbeite täglich (wirklich!) daran&#8230;</strong></p>
<p>Viele Visionen wirken ja erstmal so, als müsste man einen ungeheuer langen Weg gehen, um sie zu erreichen. Und dann kommen ja auch schnell die Bedenkenträger: das wird eh nichts, das schaffst Du nie, wie soll das denn gehen usw&#8230; Alles Gründe, lieber die Hände in den Schoss zu legen und sich an schönen Gedanken zu erfreuen, statt etwas zu tun&#8230;</p>
<p>Über die Rolle der Bedenkenträger haben wir oben schon gesprochen&#8230; Wenn Deine Vision nur DIR Erfüllung und Freude bringt&#8230; was schert Dich das Gerede der anderen? Und auch die inneren Zweifler lassen sich in den Griff kriegen.</p>
<p>Der Trick ist, sich zwar am &#8222;großen Ganzen&#8220;, also an Deiner Vision zu orientieren, aber in der realen Umsetzung nur kleine, realistische Schritte zu machen. Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden, aber an vielen ;-) Wichtig ist dabei nämlich das Du <strong>täglich </strong>etwas für die Umsetzung Deiner Vision tust. Und mag es ein auch noch so kleiner Schritt sein. Denn nur wenn Du <strong>täglich </strong>dran bleibst an Deiner Vision, wird sie irgendwann selbstverständlich und Du brauchst Dir über die Umsetzung garnicht mehr so viele Gedanken machen.</p>
<p>Aber auch, wenn Du täglich ein kleines Stück an der Umsetzung Deiner Vision arbeitest, wenn Du positive Emotionen hast, den Preis wirklich bezahlen willst und die Vision Deine Erfüllung ist und nicht für andere&#8230; Trotzdem werden auf den Weg Widerstände auftauchen&#8230;</p>
<p><strong>6. Gehe <em>mit</em> dem Widerstand, nicht <em>dagegen</em></strong></p>
<p>Und hier wird es wieder spannend&#8230; Du arbeitest daran, Deine Vision in die Realität zu holen, und was passiert?! Das Leben (oder wer auch immer ;-)) antwortet darauf und schickt Dir Rückschläge oder zu lösende Aufgaben.</p>
<p>Und Du? Wie reagierst Du darauf?! Nimmst Du nochmal Anlauf, um jetzt aber erst recht mit dem Kopf durch die Wand zu gehen? Tobst Du, wütest Du? Oder resignierst Du verzweifelt?</p>
<p>Glaube nicht, dass sich alles so einfach umsetzen lässt. Du wirst geprüft werden und es kommen Aufgaben auf Dich zu. Das ist immer so, weil es in diesem Leben um Weiter-Entwicklung und um Lernaufgaben geht.</p>
<p>Je mehr Widerstand Du der kommenden Aufgabe entgegen stellst und je mehr Du es &#8222;erzwingen&#8220; willst, dass Du Erfolg hast und Deine Vision realistisch wird, um so mehr Widerstände wirst Du erfahren. So lange die Aufgabe nicht gelöst ist, wird sie wieder kommen. Vielleicht nicht heute, vielleicht nicht nächste Woche, aber sie wird kommen&#8230;</p>
<p>Dazu gehört auch, die eigentliche Vision, die Du hast, auch wieder loslassen zu können. Wer weiss, vielleicht führen Dich die Aufgaben, die sich beim Umsetzen Deiner Vision ergeben, in eine ganz andere und viel bessere Richtung. Das würde Dir entgehen, wenn Du stur an Deiner Vision fest hälst&#8230;</p>
<p>Deine Vision ist der Leuchtturm, der Dir zeigt, in welche Richtung es JETZT geht. Du kannst Dir den schönsten Hafen ausmalen, aber vielleicht warnt der Turm nur vor einem Riff und die eigentliche Hafeneinfahrt siehst Du erst, wenn Du auf halber Strecke bist.</p>
<p><a href="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/03/Fotolia_75797030_S_copyright.jpg"><img loading="lazy" class=" size-medium wp-image-207 aligncenter" src="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/03/Fotolia_75797030_S_copyright-300x209.jpg" alt="Seeman" width="300" height="209" srcset="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/03/Fotolia_75797030_S_copyright-300x209.jpg 300w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/03/Fotolia_75797030_S_copyright-648x451.jpg 648w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/03/Fotolia_75797030_S_copyright-276x192.jpg 276w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/03/Fotolia_75797030_S_copyright.jpg 860w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Was ich sagen will: Folge Deiner Vision, aber sei offen für neue Richtungen und lerne aus den Hindernissen.</p>
<p>In diesem Sinne wünsche ich Dir viele spannende Erkenntnisse beim Umsetzen Deiner Vision!</p>
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		<title>Gedanken zu einem besonderen Geburtstag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Jürgen Lahann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Feb 2015 18:17:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ziele setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Bilanz]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[Reise nach Innen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Der 50. Geburtstag ist für viele Menschen etwas besonderes. Für mich auch&#8230; Auch bei optimistischer Betrachtung ist jedem Menschen klar, das am 50. Geburtstag eine Grenze überschritten ist. Mindestens die Hälfte ist rum, machen wir uns nichts vor&#8230; Optimistisch betrachtet kann man aber auch sagen: die Hälfte liegt noch vor mir! Und das eröffnet [&#8230;]</p>
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<p><a href="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/02/1965.jpeg"><img loading="lazy" class="alignnone size-medium wp-image-176" src="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/02/1965-218x300.jpeg" alt="1965" width="218" height="300" srcset="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/02/1965-218x300.jpeg 218w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/02/1965-744x1024.jpeg 744w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/02/1965-648x891.jpeg 648w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/02/1965-140x192.jpeg 140w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/02/1965.jpeg 1275w" sizes="(max-width: 218px) 100vw, 218px" /></a></p>
<p>Der 50. Geburtstag ist für viele Menschen etwas besonderes. Für mich auch&#8230; Auch bei optimistischer Betrachtung ist jedem Menschen klar, das am 50. Geburtstag eine Grenze überschritten ist. Mindestens die Hälfte ist rum, machen wir uns nichts vor&#8230; Optimistisch betrachtet kann man aber auch sagen: die Hälfte liegt noch vor mir! Und das eröffnet neue Perspektiven und erlaubt Fragen wie: Wie möchte ich leben? Was sagt mir meine Bilanz über die bisherigen 50 Jahre über meine weiteren Ziele und Wünsche? Wie will ich die nächste Zeit gestalten? Und es ist kein Zufall, dass sich diese Fragen ausgerechnet um den 50. Geburtstag herum stellen.</p>
<p><span id="more-163"></span></p>
<p><strong>Die Bedeutung der &#8222;50&#8220;</strong></p>
<p><a href="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/01/50cover1.jpg"><img loading="lazy" class="alignnone  wp-image-164" src="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/01/50cover1-300x218.jpg" alt="50cover1" width="215" height="156" srcset="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/01/50cover1-300x218.jpg 300w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/01/50cover1-1024x745.jpg 1024w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/01/50cover1-330x240.jpg 330w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/01/50cover1-648x471.jpg 648w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/01/50cover1-264x192.jpg 264w" sizes="(max-width: 215px) 100vw, 215px" /></a></p>
<p>In der Nummerologie steht die 50 für Erfüllung, Freude, Zufriedenheit und Feiern. Nicht umsonst finden an diesem besonderen Geburtstag also viele &#8222;rauschende&#8220; Feste statt. Aber alles im Leben hat &#8222;zwei&#8220; Seiten, auch die 50. Sie steht nämlich auf der anderen Seite für die Gefahr des Stillstandes, der Bequemlichkeit, der Leere und der Erstarrung. Hier wird deutlich, es geht darum, nicht bei dem Erreichten stehen zu bleiben, sondern &#8222;weiter&#8220; zu gehen. Was ist damit gemeint?</p>
<p><strong>Das &#8222;Mandala&#8220; des Lebens</strong></p>
<p><a href="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/02/images1.jpg"><img loading="lazy" class="alignnone size-full wp-image-178" src="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/02/images1.jpg" alt="images1" width="224" height="224" srcset="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/02/images1.jpg 224w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/02/images1-150x150.jpg 150w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/02/images1-192x192.jpg 192w" sizes="(max-width: 224px) 100vw, 224px" /></a></p>
<p>Rüdiger Dahlke vergleicht den Lebenslauf mit dem (Aus-)malen eines Mandalas. Man beginnt in der Mitte (bei der Geburt) mit den Mustern und beginnt, den (Lebens-)Kreis auszufüllen. Mit dem weiteren Gestalten des Mandalas in Richtung Rand werden die Muster deutlicher und wiederholen sich. Das Leben manifestiert sich, Veränderungen werden schwerer. Irgendwann ist das Mandala ausgestaltet und man ist am Rande angekommen. Setzt man den Mittelpunkt des Mandalas mit der Geburt gleich, könnte man jetzt annehmen, dass Erreichen des Randes wäre Gleichbedeutend mit dem Tod. Das ist aber nicht so. Das Leben ist ein Kreislauf, wir gehen dorthin zurück, von wo wir gekommen sind, also geht es auch beim Mandala des Lebens darum, wieder zum Ausgangspunkt, zur Mitte, zurück zu kehren. In diesem Sinne bedeutet das Ereichen des Randes den Wendepunkt im Leben. Jetzt geht es nicht mehr darum, das Mandala weiter auszugestalten, zu füllen, sondern es geht darum, die Reise zurück zum Mittelpunkt anzutreten.</p>
<p><strong>Die Reise nach Innen</strong></p>
<p>Damit ist gemeint, das es in der ersten Hälfte des Lebens darauf ankommt, sein Leben zu gestalten und im Äußeren aufzubauen. Es geht vielfach um äußere Werte. Bildung, Berufsausbildung, Familie gründen, Werte (er-)schaffen. Man sagt allgemein, ein Mann sollte in seinem Leben einen Baum gepflanzt, ein Haus gebaut und ein Kind gezeugt (ich würde sagen: erzogen) haben. Ich würde noch ergänzen: und einen Beruf gefunden haben, der ihn ausfüllt bzw. erfüllt. Das bringt es &#8222;auf den Punkt&#8220;, worum es in der ersten Lebenshälfte geht.</p>
<p>Bei alldem geraten die sog. &#8222;inneren Werte&#8220; schnell aus dem Blick. Seelische Bedürfnisse und Themen geraten in den Hintergrund. Das heisst nicht, das sie nicht da sind, aber sie werden aufgrund der anderen Herausforderungen weniger wahrgenommen. Bis zum &#8222;Wendepunkt&#8220;.</p>
<p>Manche sind an diesem Punkt so auf die &#8222;Erfüllung&#8220; von aussen gepolt, das sie beginnen, ein &#8222;neues Leben&#8220; anzufangen. Übertragen auf das Bild vom Mandala, damit beginnen, ein neues Mandala zu malen. Das klassische Bild des Mannes in der Midlife-Krise. Neues Leben, neue Partnerschaft, neuer Beruf (Aussteigen), das alles bitte nochmal von vorn. Bei all dem schwingt auch mit, den eigenen, seelischen Themen so entgehen zu können, weil es häufig die Konfrontation mit ungeliebten und schmerzhaften Themen bedeutet. Rüdiger Dahlke nennt es &#8222;die Konfrontation mit dem Schatten.&#8220;</p>
<p>Dabei nützt es nichts, sich &#8222;zu wehren&#8220;. Die Themen kommen, das &#8222;Schicksal&#8220; wird dafür sorgen, das wir uns mit diesen ungeliebten Themen beschäftigen. Je mehr wir uns dagegen wehren, um so deutlicher.</p>
<p>Deshalb ist es für mich wichtig, diesen Tag auch besonders zu begehen, diesen &#8222;Wendepunkt&#8220;, wo auch immer er sich genau befinden mag, zumindest an diesem Tag zu würdigen und die &#8222;Grenze&#8220; bewußt zu überschreiten. Meine Reise nach Innen hat begonnen, und das können auch alle wissen. Und vielleicht hilft dieser offene Umgang ja auch dem ein oder anderem bei seinem eigenen &#8222;Wendepunkt&#8220; ;-)</p>
<p><strong>Wegweiser</strong></p>
<p>Wie genau geht das jetzt mit der &#8222;Reise nach Innen&#8220;? Gibt es dafür nützliche &#8222;Wegweiser&#8220;, die ich nutzen kann um zu wissen, mit welchen Themen ich mich beschäftigen sollte?</p>
<p>Ja, die gibt es. Der einfachste, aber am schwersten umzusetzende Tipp ist sicherlich: &#8222;Beschäftige Dich weniger mit dem, was aussen ist; beschäftige Dich mit Dir!&#8220; Damit ist keine ichbezogene Nabelschau gemeint, sondern die Übernahme von Verantwortung für nicht weniger als Dein Leben.</p>
<p><strong>Was hat das mit mir zu tun?</strong></p>
<p>An erster Stelle steht eine Art Bilanz. Betrachte Dein Leben aus der Distanz und frage Dich, was gefällt Dir und was gefällt Dir weniger? Und dann stelle Dir vor allem bei den weniger gelungenen Themen die Frage: &#8222;Was hat das mit mir zu tun?&#8220; Und das ist NICHT rhetorisch gemeint, sondern vollkommen ernst.  Es ist leicht, vor allem für die Dinge, mit denen Du in Deinem Leben unzufrieden bist, andere verantwortlich zu machen. Für die Reise nach Innen ist das jedoch die falsche Richtung. Welche Botschaft haben die Dinge, die &#8222;nicht rund laufen&#8220; für Dich? Welches Thema steckt dahinter?</p>
<p>Ich will Dir ein sehr persönliches Beispiel geben: vor ungefähr 14 Jahren war ich plötzlich mit dieser Frage konfrontiert: &#8222;Wer in Deinem Leben hat eigentlich ein uneigennütziges Interesse daran, das es Dir gut geht? Ohne das Du eine Rolle ausfüllst oder Aufträge übernimmst?&#8220; Ich hatte damals auf diese Frage keine Antwort, und da ich die &#8222;Lösung&#8220; im aussen gesucht habe und die eigentliche Botschaft dieser Frage nicht verstanden habe, hat mir diese Frage den Boden unter den Füssen weg gezogen. Ich habe daraufhin mein bisheriges Leben komplett in Frage und auf den Kopf gestellt. Überaschenderweise aber mit der Folge, dass ich heute auf diese Frage immer noch keine Antwort hätte. Wenn ich sie auf das &#8222;Aussen&#8220; beziehe.</p>
<p>Inzwischen weiss ich aber, das sich diese Frage nicht an Personen ausserhalb von mir richtet, sondern sich an mich selbst richten muss. Sozusagen mein &#8222;Innenverhältnis&#8220; beleuchtet. Wie gut gehe ich eigentlich mit mir selber um? Kann ich meinen eigenen Wert erkennen, ohne eine Erwartung von aussen, einen Auftrag, eine Rolle zu erfüllen? Liebe ich mich so, wie ich bin, bedingungslos? Oder versuche ich immer noch, dieses Gefühl von aussen vermittelt zu bekommen?</p>
<p>Dieses erkannte Muster bietet Stoff genug für eine jahrelange &#8222;Reise nach Innen&#8220;. Aber in dem Masse, in dem ich erkenne, wie groß meine Sehnsucht und wie &#8222;schlecht&#8220; mein Umgang mit mir selber ist, tut diese Erkenntnis auch weh. Mal ganz angesehen von der Reaktion der Menschen, die evtl. von meiner neuen &#8222;Selbst-Beziehung&#8220; überhaupt nicht begeistert sind, weil ich bisher erfüllte Rollen plötzlich infrage stelle.</p>
<p>Und natürlich bietet diese Form der Verantwortungsübernahme auch ein weites offenes Feld für das Thema &#8222;Schuld&#8220; und &#8222;Vergebung&#8220;, mit denen ebenfalls eine Auseinandersetzung ansteht.</p>
<p>Das ist ein Beispiel für einen &#8222;Wegweiser&#8220;. So können alle Phänomene in Deinem Leben, die Du wahrnimmst, ein Wegweiser für eine Auseinandersetzung mit Dir selbst sein, wenn Du die Verantwortung dafür übernimmst.</p>
<p><strong>Dein Körper</strong></p>
<p>Auch auf körperlicher Ebene gibt es Hinweise und Wegweiser. &#8222;Geh Du voran&#8220;, sagt die Seele zum Körper, &#8222;auf Dich hört er eher.&#8220; In diesem Sinne können alle körperlichen Symptome und Erscheinungen auf ihre seelische Botschaft hin gedeutet werden. Rüdiger Dahlke gibt mit seinem Buch &#8222;Krankheit als Symbol&#8220; die richtigen Hinweise dazu.</p>
<p>Auch hier wieder persönlich: mein Magen macht mich auf das Thema &#8222;Wut / Aggression&#8220; aufmerksam, das ich bearbeiten muss. Meine Kniearthrose auf das Thema &#8222;Demut und Dankbarkeit&#8220; und auf die Gefahr der &#8222;Erstarrung&#8220; in fest gesetzten Denkmustern und Vorstellungen. Auch das sind Themen, die mich auf meiner Reise nach Innen begleiten werden.</p>
<p><strong>Geburtszahl / Sternbild</strong></p>
<p>Wer es noch anders haben möchte, kann sich auch mit Hilfe der Nummerologie oder des eigenen Sternbildes anhand des Geburtstages seine Themen angucken. Wobei auch hier wieder das Problem ist, das sie &#8222;von aussen&#8220; kommen. Das wäre eine falsche Vorstellung dieser &#8222;Methoden&#8220;.</p>
<p>Meine Geburtszahl konfrontiert mich mit dem Thema &#8222;Kreativität und Zuversicht&#8220; sowie der Frage der Zusammenarbeit und der Integrität. Das heisst, ich kann meine Kreativität erst ausleben, wenn ich die Frage der Beziehung (s.o., Erwartungen erfüllen) geklärt habe. Daraus wachsen Integrität und Zuversicht.</p>
<p>Mein Sternbild (Steinbock / Saturn) stellt mich vor die Anforderung, meine eigenen Regeln zu entwickeln und danach zu leben. Ohne dadurch hart und abweisend zu werden.</p>
<p>Das sind nur kleine Beispiele für die Themen, die sich hinter dieser Art der &#8222;Themenfindung&#8220; verstecken können.</p>
<p><strong>Persönliches Fazit</strong></p>
<p>Der Blick auf mein Leben in den letzten 50 Jahren offenbart viel Gutes, aber eben auch die &#8222;Schatten-Seiten&#8220;. Wenn ich in den Kategorien &#8222;Baum / Haus / Kind&#8220; denke, fällt mir der klare Blick nicht leicht, weil schmerzhaft. Einen eigenen &#8222;Baum&#8220; habe ich nicht gepflanzt, höchstens mal was umgepflanzt, und das gehörte dann nicht mir. Das von mir gebaute Haus war &#8222;nur&#8220; ein schlüsselfertiges Reihenhaus, an dem mein eigener Anteil gering war&#8230; und es gehört inzwischen nicht mehr mir&#8230; Meine Kinder&#8230; sie machen ihren Weg und ich bin sehr stolz auf sie. Ich muss mir aber auch eingestehen, dass mein eigener Anteil daran eher gering ist/war und ich sie vielleicht eher belastet als gefördert habe.</p>
<p>Ein zu düsteres Fazit, findest Du? Jedes Ding hat zwei Seiten, ich weiss es wohl, und bei genauem Hinsehen findet sich sicherlich auch was Gutes an all dem, aber um mich zu meinen Themen zu führen, hilft mir Schönfärberein nicht weiter.</p>
<p>Was hat das alles mit mir zu tun?</p>
<p>Vielleicht so viel: Das Gefühl, nur anerkannt, respektiert und geliebt zu werden, wenn ich Erwartungen erfülle, hat mich sensibel und einfühlsam für die Gefühle, Bedürfnisse und Erwartungen anderer gemacht. Das ist eine große Ressource, die mir in vielen Dingen weiter hilft. Die &#8222;Schattenseite&#8220; dieses Musters ist, dass ich mich selbst verloren habe bzw. verliere und das ich mein Gegenüber meinerseits mit unrealistischen Erwartungen konfrontiere. Nach dem Motto: jetzt habe ich Dir so viele Erwartungen erfüllt, jetzt bin ich auch mal dran bzw. jetzt kannst Du mir diesen Fehler auch mal nachsehen. Die Rechnung geht nicht auf, weil sie nicht offen ist.</p>
<p>Dieses Muster hält mich in meinem Kinder-Ich gefangen und erschwert es, erwachsene Beziehungen zu führen.</p>
<p>Ich trete meine Reise nach Innen an in dem Bewußtsein, mich diesem Muster zu stellen und mehr zu erfahren und dazu zu stehen, wer und wie ich wirklich bin.</p>
<p>Und dabei hilft es mir, das &#8222;öffentlich&#8220; zu tun. Jetzt kann ich nicht mehr zurück. Das Versteckspiel ist zu ende, ich zeige mich, bin sichtbar und überprüfbar. Ich habe keine Ahnung, was Du mit diesen persönlichen Informationen machst, ob sie Deinen Erwartungen entsprechen oder nicht.</p>
<p>Ich danke Dir, dass Du mir bis hierher gefolgt bist und gelesen hast. Ich freue mich über Rückmeldungen, Kommentare und eigene Erfahrungen von Dir.</p>
<p>Fühl Dich umarmt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Visionen 3 / Persönliches 2: Freude ist das Geheimnis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Jürgen Lahann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 2014 20:02:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ziele setzen]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was bedeutet Freude in Deiner Vision? Bei der Suche nach Deiner Vision begegnet Dir auch unweigerlich die Frage, was Dir Freude macht, entweder jetzt aktuell oder als Kind. Eine Frage, die zunächst ganz einfach klingt, aber bei näherem Nachdenken ihre Tücken birgt, wie ich finde&#8230; Einige Weg-Gefährten meiner Kindheit würden mir zum Beispiel aufgrund des letzten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/12/Kürzlich-aktualisiert1.jpg"><img loading="lazy" class="alignnone size-medium wp-image-130" src="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/12/Kürzlich-aktualisiert1-276x300.jpg" alt="Kürzlich aktualisiert1" width="276" height="300" srcset="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/12/Kürzlich-aktualisiert1-276x300.jpg 276w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/12/Kürzlich-aktualisiert1-942x1024.jpg 942w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/12/Kürzlich-aktualisiert1-648x703.jpg 648w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/12/Kürzlich-aktualisiert1-176x192.jpg 176w" sizes="(max-width: 276px) 100vw, 276px" /></a></p>
<p><strong>Was bedeutet Freude in Deiner Vision?</strong></p>
<p>Bei der Suche nach Deiner Vision begegnet Dir auch unweigerlich die Frage, was Dir Freude macht, entweder jetzt aktuell oder als Kind. Eine Frage, die zunächst ganz einfach klingt, aber bei näherem Nachdenken ihre Tücken birgt, wie ich finde&#8230;<span id="more-129"></span></p>
<p>Einige Weg-Gefährten meiner Kindheit würden mir zum Beispiel aufgrund des letzten Beitrages <a title="Visionen 2" href="https://kraft-der-seele.de/Blog/visionen-2-persoenliches/">&#8222;Visionen 2 / Persönliches&#8220;</a> wohl gerne die Frage stellen: &#8222;Und was ist mit dem Tanzen? Wo kommt das Tanzen vor in Deiner Vision?!&#8220; Schliesslich hat das Tanzen einen großen Teil meiner Kindheit und Jugend ausgemacht. Bis das Lernen für das Abitur sich nicht mehr mit dem täglichen Tanz-Training vertrug. Dann habe ich mich dem &#8222;Volkstanz&#8220; zugewendet, der auch immerhin knapp 10 Jahre meines Lebens entscheidend mit geprägt hat (auch so eine &#8222;Eigenart&#8220; von mir: wenn ich was mache, dann auch ganz. Nur so &#8222;mitmachen&#8220; gibt es bei mir nicht. Ohne das ich mich in der Vordergrund drängen will&#8230; das passiert irgendwie immer fast von selbst&#8230; ;-)) .</p>
<p>Und nun kommt das Thema &#8222;Tanzen&#8220; bzw. &#8222;Musik&#8220; in meiner aktuellen Vision vom Leben nicht vor? Bedeutet das, das das Tanzen mir keine Freude gemacht hat bzw. macht? Hab ich einen Großteil meiner Jugend mit etwas verbracht, das mir keine Freude macht? Geht das überhaupt? Kann man sich so &#8222;anstrengen&#8220;?</p>
<p>Begonnen hat die Geschichte vom Tanzen in einem Gespräch mit meiner Mutter, da war ich so ungefähr 6-8 Jahre alt. Meine Eltern waren ihr Leben lang begeisterte Tänzer, aber eben nur für den &#8222;Hobby-Bereich&#8220;, ohne selbst Turniere zu tanzen. Aber sie waren Mitglieder in einem Tanzclub und dort sehr aktiv. Nun bekam dieser Tanzclub zum ersten Mal den Zuschlag dafür, eine Weltmeisterschaft der Turniertänze auszurichten. Und meine Eltern waren Mitglieder im Organisationsteam. Dadurch war das Thema auch bei uns zuhause immer sehr präsent. Schliesslich erzählte mir meine Mutter, nicht ohne Hintergedanken ;-) , dass die Kindergruppe des Tanzclubs bei einer Pause während der Weltmeisterschaft auftreten würde und das auch das Fernsehen die Veranstaltung übertragen würde&#8230; meine Neugier war geweckt&#8230; wenn ich also auch in dieser Gruppe mitmachen würde, bestand tatsächlich die Möglichkeit, das ich bei der nächsten größeren Veranstaltung, die auch vom Fernsehen übertragen würde, tatsächlich ins Fernsehen kommen würde&#8230; Meine Mutter erkannte die Chance, endlich einen Tänzer in der Familie zu haben (meine älteren Geschwister hatten damit nichts am Hut&#8230;) und nahm mich sofort mit zum nächsten Kindergruppen-Training. Dort bekam ich dann ein Mädchen in die Hand gedrückt, das ein paar Tage vor mir angefangen hatte, und von da an verbrachten wir die nächsten 10 Jahre gemeinsam auf dem Tanzparkett, mit mehr oder weniger großem Erfolg (ins Fernsehen habe ich es übrigens dann aber doch nicht geschafft&#8230;).</p>
<p>Hat mir das Tanzen jetzt Freude gemacht? Was ist mit dem Begriff &#8222;Freude&#8220; überhaupt gemein?</p>
<p><strong>Was genau ist mit &#8222;Freude&#8220; gemeint?</strong></p>
<p>Das Gefühl, bzw. der Zustand, der mit diesem Begriff beschrieben ist und für unsere Visions-Suche so wichtig ist, ist kein extrovertiertes Gefühl. Gemeint ist dabei nicht die Freude über einen Erfolg, über ein &#8222;gutes Los&#8220; oder ein positives Ereignis. Vielmehr geht es um ein stilles Gefühl des Glücks, einen Moment des Vergessens der Umstände um einen herum, das, was die &#8222;Glücksforscher&#8220; als &#8222;Flow&#8220; bezeichnen. Ich gehe voll auf in dem, was ich tue und vergesse alles um mich herum. Menschen, Meinungen, Bewertungen&#8230; alles spielt keine Rolle, nur das, was ich gerade tue. In diesem Sinne geht es vielleicht nicht um Freude, sondern um eine Art &#8222;erfüllt sein&#8220;. Das, was ich gerade tue, füllt mich aus, &#8222;erfüllt&#8220; mich. Das ist das Gefühl, was mit der Frage gemeint ist, was Dir als Kind &#8222;Freude&#8220; gemacht hat. Wir gehen dabei zurück in die Zeit der Kindheit, weil viele Menschen in dieser Zeit zu diesem Gefühl einen viel besseren Zugang hatten. Als Kind machen wir uns noch wenig Sorgen darüber, was die anderen davon halten könnten, was wir tun. Als Kinder sind wir nur an Dingen interessiert, die uns Freude machen. Wir lernen erst später, das das, was uns Freude macht, manchen Erwachsenen nicht gefällt&#8230;</p>
<p>Zurück zum Thema Tanzen und Freude&#8230; Was am Tanzen hat mir Freude gemacht und was nicht? Diese Frage impliziert schon die Möglichkeit, nicht nur &#8222;DAS Tanzen&#8220; zu betrachten, sondern genauer hinzusehen und es in mehrere Aspekte einzuteilen. Die einfachere Frage ist natürlich immer, was mir KEINE Freude gemacht hat&#8230; Ich bin leider, was das Tanzen angeht, überhaupt nicht ehrgeizig&#8230; na klar macht es Spass, erfolgreich zu sein&#8230; aber sich dafür anstrengen, verbissen trainieren und um jede Bewegung ringen?! Das war nicht meins. Klar habe ich die Hinweise der Trainer ernst genommen und mich redlich bemüht&#8230; aber Spass und Freude? Ich war viel zu sehr mit eben diesen Dingen, die es zu beachten gilt, beschäftigt, als das ich in einen &#8222;Flow&#8220; gekommen wäre&#8230; und dabei ist es genau das, was ein erfolgreiches Tanzpaar ausmacht&#8230; die Fähigkeit, wenn es darauf ankommt, alle Hinweise und Ratschläge zu vergessen und sich ganz dem Augenblick und der Musik hingeben zu können&#8230; alles andere wirkt nicht leicht sondern verkrampft und &#8222;antrainiert&#8220;. Vielleicht waren wir auch deshalb nicht wirklich erfolgreich? Ja, wir sind zwar weiter gekommen, haben dazugelernt und sind Klassenweise &#8222;aufgestiegen&#8220;, aber eben immer durch Fleiss, nie durch Erfolg. Immer gab es Paare, die eben dieses &#8222;Bisschen&#8220; besser waren&#8230; Und dieses ewige Vergleichen und wieder nicht erfolgreich zu sein, das machte mir überhaupt keine Freude&#8230;</p>
<p><strong>Bewegung zur Musik zusammen mit anderen</strong></p>
<p>Aber die Lust und Freude, mich zur Musik zu bewegen und das auch zusammen mit anderen zu tun, dass habe ich beim Tanzen für mich entdeckt. Und die dafür notwendigen Schritte (Kenntnisse) habe ich in dem Sinne gerne gelernt, weil sie mir neue und weitere Ausdrucksmöglichkeiten gaben. Und ja, natürlich fand ich es auch gut, wenn es für andere gut aussah, aber das war nicht meine hauptsächliche Motivation. Und mit diesem Leistungsdruck wollte ich dann irgendwann nichts zu tun haben&#8230;</p>
<p>Gelernt habe ich beim Tanzen aber auch das Auftreten vor Publikum und meine Angst davor zu überwinden. Ein Aspekt, der mir später sehr nützlich war und noch ist.</p>
<p><strong>Musik machen&#8230;</strong></p>
<p>Ein weiteres Beispiel für die differenzierte Sichtweise der &#8222;Freude&#8220; ist für mich das Thema &#8222;Musik machen&#8220;.</p>
<p>Ich habe in der Grundschule angefangen, Blockflöte zu lernen, wie so viele meiner Altersgenossen. Auch diese &#8222;Entwicklung&#8220; war meinen Eltern wichtig. Mit dem Instrument kann ich bis heute nicht viel anfangen, inzwischen könnte ich es sicherlich auch nicht mehr spielen&#8230; Damals aber habe ich gerne den Blockflötenunterricht in der Schule mitgenommen&#8230; Warum? Dieser fand immer in der 5 Stunde am Samstag (damals hatten wir noch an 6 Tagen in der Woche Schule&#8230;) statt. Und das war die gleiche Stunde, in der alle &#8222;Sünder&#8220; der vergangenen Woche eine Stunde nachsitzen mussten&#8230; So hatte ich entweder eine gute Ausrede, um nicht nachsitzen zu müssen (was leider öfter vorkam ;-)), oder das Nachsitzen fiel zuhause nicht auf, weil meine Mutter sowieso nicht früher mit mir rechnete&#8230;</p>
<p>Später habe ich mich dann für das Akkordeon, oder auch &#8222;Schifferklavier&#8220; genannt, interessiert. Nicht, weil ich in den Klang dieses Instrumentes &#8222;verliebt&#8220; war, sondern weil ich dachte, auf diese Weise meiner anderen Leidenschaft, dem Meer und der Seefahrt, auch im Bereich der Musik näher kommen zu können.</p>
<div id="attachment_139" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/12/img837.jpg"><img aria-describedby="caption-attachment-139" loading="lazy" class="wp-image-139 size-medium" src="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/12/img837-300x184.jpg" alt="img837" width="300" height="184" srcset="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/12/img837-300x184.jpg 300w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/12/img837-1024x628.jpg 1024w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/12/img837-648x397.jpg 648w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/12/img837-313x192.jpg 313w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-139" class="wp-caption-text">Hier kann man meine Bemühungen sehen und meine stolzen Eltern&#8230;</p></div>
<p>Auch hier wurde der zeitliche Aufwand irgendwann so groß, das meine &#8222;Freude&#8220; an der Tätigkeit in keinem Verhältnis mehr zum Einsatz stand und ich das Akkordeon an den Nagel hing&#8230;</p>
<p>Die nächste Begegnung mit &#8222;Musik machen&#8220; hatte ich bei einem Praktikum für mein Studium. Mein Anleiter konnte Gitarre spielen und hat auf einer Jugendfreizeit viel mit den Kids gesungen und gespielt. Das hat mir imponiert und so wollte ich das bald auch lernen&#8230; Zuerst in einem Volkshochschulkurs einfache Liedbegleitung, dann klassische Gitarre an der Musikschule&#8230; Die Gitarre begleitet mich auch heute noch, allerdings ohne Unterricht.</p>
<p><strong>Was ist das Fazit zum Thema &#8222;Musik machen&#8220; und Freude daran?</strong></p>
<p>Bei der Beschreibung des Themas ist mir aufgefallen, das ich mich mit &#8222;Musik machen&#8220; nur beschäftigt habe, um damit eine Absicht zu verfolgen bzw. um ein Ziel zu erreichen. Es ging weder um die Musik selbst, noch um ein damit verbundenes &#8222;Glücksgefühl&#8220; bzw. &#8222;Flow&#8220;. Das wird auch deutlich, wenn man die weitere Entwicklung des jeweiligen Instrumentes verfolgt. Immer, wenn die &#8222;Motivation&#8220; von aussen bzw. das Ziel weg war bzw. nicht mehr nötig war, hatte sich meine &#8222;Leidenschaft&#8220; für das jeweilige Instrument auch schon erledigt.</p>
<p>Etwas anders ist es mit der Gitarre. Zwar hat sich mein Interesse an der klassischen Gitarre leider nicht verfestigt, aber die Liedbegleitung mache ich heute noch gerne. Und manchmal, wenn ich es für mich selber mache und mich mithilfe von Liedern, Gesang und meiner Liedbegleitung selber ausdrücken kann, bin ich dem &#8222;Flow&#8220; ganz nah&#8230;</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Dinge oder Tätigkeiten, die ich &#8222;nur&#8220; mache, weil sie einem bestimmten Zweck dienen (entweder einem selbst formuliertem Ziel, oder dem Ziel, anderen zu gefallen bzw. fremde Erwartungen zu erfüllen), machen mir zwar kurzfristig &#8222;Freude&#8220;, weil sie mich meinem Ziel näher bringen und weil sie mir Erfolge bescheren.</p>
<p>Erfüllung, Glück, Zufriedenheit oder den &#8222;Flow&#8220; erziele ich aber nur bei Tätigkeiten, die ich mache, weil sie MIR und niemandem sonst (erstmal) Freude machen. Es spielt dann dabei überhaupt keine Rolle, ob ich darin gut bin, ob andere das gut finden, was ich mache, oder ob ich damit erfolgreich bin. Wichtig ist nur, dass ich voll aufgehe in dieser Tätigkeit, dass sie mich <em>erfüllt</em>. Und ich denke inzwischen, das das fast immer auch Tätigkeiten sind, die uns dazu verhelfen, uns selbst auch auszudrücken. <em>Selbstausdruck ist Sinn stiftend und damit erfüllend.</em></p>
<p>Diese Tätigkeiten heraus zu finden ist nicht sehr leicht bei den vielen Erwartungen und Pflichten, die wir jeden Tag zu erfüllen haben. Es wird nicht anders gehen, als sie bewußt zu suchen und sich dabei gut zu beobachten bzw. seine Motive zu hinter fragen.</p>
<p>Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei und freue mich auf Berichte und Kommentare, wenn Du magst.</p>
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		<title>Visionen 2 / Persönliches</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Jürgen Lahann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2014 02:03:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; In diesem Blog soll es ja nicht nur darum gehen, klug zu &#8222;schnacken&#8220;, sondern anhand meiner eigenen Erfahrungen sozusagen den &#8222;Praxis-Test&#8220; zu machen. Deshalb gebe ich Dir jetzt einen Einblick in meine eigenen Erfahrungen mit dem Thema &#8222;Visionen&#8220;, verbunden mit der Frage, welche aktuelle Vision mein Leben eigentlich gerade bestimmt bzw. leitet. Aber fangen wir [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_108" style="width: 289px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img833.jpg"><img aria-describedby="caption-attachment-108" loading="lazy" class=" wp-image-108" src="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img833-300x210.jpg" alt="Das bin ich, noch jung und voller Tatendrang ;-)" width="279" height="195" srcset="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img833-300x210.jpg 300w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img833-1024x719.jpg 1024w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img833-648x455.jpg 648w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img833-273x192.jpg 273w" sizes="(max-width: 279px) 100vw, 279px" /></a><p id="caption-attachment-108" class="wp-caption-text">Das bin ich, noch jung und voller Tatendrang ;-)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>In diesem Blog soll es ja nicht nur darum gehen, klug zu &#8222;schnacken&#8220;, sondern anhand meiner eigenen Erfahrungen sozusagen den &#8222;Praxis-Test&#8220; zu machen. Deshalb gebe ich Dir jetzt einen Einblick in meine eigenen Erfahrungen mit dem Thema &#8222;Visionen&#8220;, verbunden mit der Frage, welche aktuelle Vision mein Leben eigentlich gerade bestimmt bzw. leitet. Aber fangen wir am Anfang an:<span id="more-107"></span></p>
<p><strong>Die Vision meiner Kindheit</strong></p>
<p>Natürlich kann man sich an dieser Stelle fragen, ob Kinder überhaupt Visionen haben&#8230; Ich weiss nicht, wie das bei Dir war, aber ich habe mich viel und oft damit beschäftigt, mir meine Zukunft auszumalen und sie mir in den schönsten Formen vorzustellen. Insofern kann ich für mich sagen, dass ich schon als Kind Visionen über mein zukünftiges Leben hatte. Vielleicht ist das sogar die beste Zeit, um Visionen zu haben, da Kinder einen direkteren Zugang zu ihren &#8222;Träumen&#8220; haben und nicht immer gleich in das &#8222;Bedenkenloch&#8220; fallen&#8230;</p>
<p>Aber zurück zu mir&#8230; Die erste Vision, an die ich mich lebhaft erinnere, ist die Vision von mir als Seefahrer. Ja, jeder kleine Junge träumt davon, Lokomotivführer, Astronaut oder eben Kapitän zu werden, aber bei mir war es schon eine konkrete Vision. In meiner Kindheit haben wir alle Urlaube an der Nordsee auf einer Hallig verbracht, auf der auch Verwandte von uns lebten. Auf diese Urlaube habe ich immer hin gefiebert und sie ungeduldig erwartet. Dieses Klima von Seefahrt, Abenteuer und Fernweh hat mich enorm angezogen. Verbunden mit dem Wissen, dass hier ein Teil der Wurzeln meiner Familie liegt. Ja, ich weiss, es gab da auch Lehrer, Handwerker und Bauern unter unseren Ahnen, aber in mir schlug das &#8222;Seefahrer-Herz&#8220;. Ich verschlang Bücher über die Zeit der Windjammer, las die Jahresberichte der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und träumte davon, einer von ihnen zu sein.</p>
<div id="attachment_110" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img839.jpg"><img aria-describedby="caption-attachment-110" loading="lazy" class="size-medium wp-image-110" src="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img839-300x207.jpg" alt="Mein Traum vom Kapitän" width="300" height="207" srcset="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img839-300x207.jpg 300w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img839-1024x707.jpg 1024w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img839-648x447.jpg 648w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img839-278x192.jpg 278w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-110" class="wp-caption-text">Meine Vision vom Kapitän</p></div>
<p>Wenn ich mir diese Vision heute unter dem Thema ansehe, was sich daraus für mich als Leitlinien für mein Leben ergeben hat, bzw. was mich an dieser Vision so fasziniert hat, ist das nicht so leicht zu beantworten. Es ging mir nicht um das Fernweh, auch nicht um das Erleben von Abenteuern. Dazu hatte ich mich zu realistisch mit dem Thema auseinander gesetzt. Ich wusste von den Mühen und Plagen der Seefahrt und von den dort herrschenden Zwängen. Mit der heutigen Distanz würde ich sagen, das mich folgende Themen an dieser Vision angesprochen haben: die Übernahme von Verantwortung, das Leben in einer eingeschworenen Gemeinschaft, das gemeinsame Überwinden von Krisen und das besondere Verhältnis zur Natur. Mir war immer klar, dass ich auf einem Segelschiff arbeiten möchte; etwas anderes kam nicht infrage&#8230;</p>
<p><strong>Verantwortung / Gemeinschaft / Krisen bestehen / Naturverbundenheit</strong></p>
<p>Auch wesentliche Werte haben sich in dieser Zeit bei mir heraus gebildet. Neben dem bewussten Umgang mit der Natur wurden mir durch die Beschäftigung mit den Erlebnisberichten der Seefahrer die Werte Respekt vor den Leistungen anderer und die Sinnlosigkeit von Gewalt vermittelt. Kapitäne, die keinen Respekt vor ihrer Mannschaft hatten und ihre Autorität mit Gewalt durch setzten, waren schnell &#8222;ausgemustert&#8220;. Ich denke auch, dass mein Bild von &#8222;Autorität&#8220; in dieser Zeit geprägt wurde.</p>
<p><strong>Respekt / Gewaltlosigkeit / Autorität</strong></p>
<p>Ich denke, auch mein Wunsch, anderen Menschen helfen zu wollen, ist in dieser Zeit aus der Bewunderung der Arbeit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, entstanden. Die Idee, anderen Menschen mit meinem Tun helfen zu können, hat mich früh begeistert. Und ich glaube, das es auch in dieser Zeit schon darum ging, Menschen nicht nur kurzfristig und spektakulär zu &#8222;retten&#8220;, sondern das meine Vorstellung von &#8222;Hilfe&#8220; eher die einer langfristigen Begleitung entsprochen hat; also ein ehe pädagogischer Gedanke&#8230;</p>
<p><strong>Hilfreich sein für andere in ihrer Entwicklung</strong></p>
<p>Diese Vision prägte mich durch meine gesamte Kindheit und Jugend und wurde mit der zunehmende Reife immer konkreter und griffiger. Ich setzte mir &#8222;Zwischen-Ziele&#8220;, machte meinen Segelschein für das Binnenrevier und wollte diesen später auf das Küstenrevier ausweiten. Ich nahm Kontakt zur Bundeswehr auf. Warum zur Bundeswehr? Es gibt in Deutschland nur ein Segelschiff, das aus meiner damaligen Sicht noch die Möglichkeit einer beruflichen Tätigkeit bot: das Schulschiff &#8222;Gorch Fock&#8220; der Marine. Ich hatte mir nichts weniger in den Kopf gesetzt, als der Kapitän der &#8222;Gorch Fock&#8220; zu werden, oder zumindest ein Mitglied de Stamm-Mannschaft.</p>
<p>Dann kam die Zeit der Friedensbewegung&#8230; Mich störte die Vorstellung, dass beide Großmächte sich mit Raketen an der deutschen Grenze gegenüber stehen und das Deutschland Ausgangspunkt eines dritten Weltkrieges sein würde&#8230; Ich beteiligte mich an Demos und war bei den Ostermärschen dabei&#8230; Und dann war klar: das war mit meiner bisherigen Vision nicht vereinbar. Ich mußte mich entscheiden: für meine Werte oder für meine Vision. Ich entschied mich für meine Werte und trat kurz darauf meinen Zivildienst an, den ich in einer Kinderklinik leistete.</p>
<div id="attachment_113" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/Scan00011.jpg"><img aria-describedby="caption-attachment-113" loading="lazy" class="wp-image-113 size-medium" src="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/Scan00011-300x232.jpg" alt="Scan0001" width="300" height="232" srcset="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/Scan00011-300x232.jpg 300w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/Scan00011-648x502.jpg 648w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/Scan00011-247x192.jpg 247w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/Scan00011.jpg 842w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-113" class="wp-caption-text">Uniklinik Münster</p></div>
<p>Ich weiss nicht mehr genau, warum es eigentlich die Kinderklinik wurde&#8230; Altersheim und Behinderte wäre für mich nicht gegangen, wenn ich ehrlich bin. Aber was mit Kindern zu machen, konnte ich  mir gut vorstellen. Und ich hatte Glück, ich bekam gleich die gewünschte Stelle und die Arbeit dort machte mir großen Spass. So viel, dass ich mir später noch im Studium als Nachtwache dort Geld dazu verdient habe.</p>
<p>&#8222;Visions-technisch&#8220; hing ich zu der Zeit in einem Loch&#8230; Meine ursprüngliche Vision war geplatzt, ich hatte keinen &#8222;Plan B&#8220;&#8230; Mein Vater, ein leidenschaftlicher Ingenieur, wollte natürlich gerne, dass ich in seine Fuss-Stapfen trete. Ich habe auch zwei Praktiken in diesem Bereich gemacht, aber schnell fest gestellt, das ich weder eine Affinität zu Zahlen und Konstruktionen habe, noch das ich das &#8222;Klima&#8220; auf Baustellen ansprechend fand. Ich ließ die Idee, Ingenieur zu werden, zum Bedauern meines Vaters fallen.</p>
<p>Verschiedene Ideen und Visionen spukten mir in dieser Zeit durch den Kopf&#8230; Meine Naturverbundenheit führte mich zum Biologie-Studium (was macht man als Biologe?), oder zur Garten- und Landschaftsarchitektur (keine Stellen&#8230;). Die Arbeit in der Kinderklinik legte die Idee des Medizinstudiums nahe (zu lange Wartezeit, zu große Verantwortung); Psychologie war Thema (zu viel Statistik) oder auch Pädagogik (zu trocken).</p>
<p><strong>Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeut</strong></p>
<p>Schließlich las ich ein damals sehr populäres Buch, dass die Heilung eines autistischen Jungen als Erfahrungsbericht sehr anschaulich schilderte. Dieses Buch brachte damals das Thema Autismus in die breite Öffentlichkeit und mir machte es klar: DAS ist das , was ich will: Menschen bzw. Kinder auf einem solchen Weg helfen und ihnen den Weg in´s Leben zeigen. Ich machte mich auf die Suche und Recherche und fand heraus, dass ich Sozialpädagogik studieren mußte, um dieses Ziel zu erreichen bzw. diese Vision umzusetzen. Gesagt, getan&#8230;</p>
<p><strong>Systemisches Denken</strong></p>
<p>Im Studium konzentrierte ich mich vor allem auf die Themen: Erziehung, Beratung und Familie. Während meines Studiums in den 80´er Jahren vollzog sich ein revolutionärer Wandel im Psychologischen / Therapeutischen Denken: Betrachtete man bisher immer das auffällige Kind als das zu behandelnde &#8222;Problem&#8220;, gerieten in dieser Zeit die Beziehungen in der Familie zunehmend in den Blick der Therapeuten. Es entstand eine neue Art, mit &#8222;Problemen&#8220; umzugehen. Das &#8222;systemische Denken&#8220; hatte in alle Bereiche der Psychologie und der Pädagogik Einzug gehalten und griff immer weiter um sich. Es dauerte auch nicht lange, bis ich damit in Berührung kam: ein wesentlicher Professor an unserer Hochschule ließ sich gerade als systemische Therapeut ausbilden und auch der Ausbilder, bei dem ich mich während des Studiums zum Mitarbeiter am &#8222;Kinder-Sorgen-Telefon&#8220; des Kinderschutzbundes ausbilden ließ, befand sich gerade beim selben systemischen Institut in Ausbildung. Ich war schnell von dieser neuen Art des Denkens infiziert und mich begeisterte diese neue, philosophische und ganz andere Art, mit Menschen und ihren &#8222;Problemen&#8220; umzugehen. Und wieder war schnell für mich klar: DAS will ich auch! Ich wollte Systemischer Therapeut werden und Familien auf diese Art und Weise beraten und unterstützen.</p>
<p><strong>Der Weg in die Jugendhilfe</strong></p>
<p>Auch hier musste ich meine Vision wieder ein Stück weit an die Realität anpassen: denn die Entscheidung für die systemische Therapie bedeutete den Abschied von dem Ziel &#8222;Kinder-und Jugendlichen Psychotherapeut&#8220;, zumindest in der Welt der Krankenkassen&#8230; denn diese lassen nur Therapeuten zu, die eine Ausbildung in Verhaltenstherapie oder Tiefenpsychologie gemacht haben. Und beides kam für mich nach meiner Entscheidung für das systemische Denken nicht mehr infrage. Es musste auch irgendwie anders gehen&#8230;</p>
<p>Ich wählte den Weg in die Jugendhilfe mit der Hoffnung, einer der wenigen und begehrten Stellen in einer Erziehungsberatungsstelle zu bekommen. Für das Anerkennungsjahr klappte das auch, wenn auch im weiteren Umfeld von Münster. Aber danach lenkte mich das Leben von meiner beruflichen Vision ab&#8230;</p>
<p>Bevor ich meinen Wunsch, die systemische Ausbildung zu machen, realisieren konnte, waren erst mal andere Themen dran&#8230; Bevor ich andere bei der Lösung ihrer Familiären Probleme unterstützen konnte, gründete ich erstmal selber eine Familie&#8230; Hochzeit, Schwangerschaft, die Geburt unseres ersten Kindes, die erste feste Stelle&#8230; keine Beratungsstelle, sondern die Leitung einer Aussenwohngruppe in einem Kinderheim&#8230; Erziehung lernen &#8222;von der Pike auf&#8220;, so habe ich das gesehen&#8230;</p>
<p>Dann die Geburt unseres zweiten Kindes und die Auseinandersetzung damit, dass beide Kinder krank sind, lebenslang. Das eine mehr als das andere&#8230; Und mit dieser privaten Belastung dann das Einsehen, dass der Schichtdienst im Heim damit nicht gut zu kombinieren ist&#8230; eine neue Stelle gesucht und sie bei einem Träger für Sozialpädagogische Familienhilfe gefunden. Hier kam ich meiner Vision der Erziehungsberatung schon ein Stück weit näher. Auch mochte ich die Nähe zu den Klienten in ihren eigene Wohnungen. Da ist vieles direkter und deutlicher, als in der &#8222;abgehobenen&#8220; Beratungsstelle&#8230;</p>
<p><strong>Neues Denken fördern / Krisen meistern</strong></p>
<p>Aber nach kurzer Zeit wurde mir das zu eingefahren, zu langweilig. Was mich interessierte waren die Familien, bei denen scheinbar nichts mehr half und bei denen viele Fachkräfte &#8222;rumgeeiert&#8220; haben (so sah ich es damals). Dann hörte ich von einer neuen Einrichtung bzw. einer neuen Hilfeform: Familienkrisendienst. 6 Wochen intensive Unterstützung bei der Frage: &#8222;Geht es, oder geht es nicht?&#8220; Das war mein Ding! Neues, positives Denken, gute Methoden, Offenheit in der Arbeit und die Helfer mit allem, was ihnen zur Verfügung steht im Geschehen. Die Möglichkeit, Krisen gemeinsam mit der Familie durch zu arbeiten.</p>
<p>Diese Arbeit habe ich dann ab 2000 13 Jahre als Leitung eines kleinen Teams (3 Kolleginnen) gemacht. Und ich habe viel dabei gelernt&#8230; Über mich, über die Familien, über meine Art des &#8222;Leitens&#8220;&#8230;</p>
<p>2001 habe ich mir dann endlich meinen Wunsch erfüllt und die systemische Ausbildung gemacht. Und wieder spielt &#8222;das Leben&#8220; anders, als gedacht&#8230; Während der Ausbildung Ehekrise mit Trennung, die verschiedensten Zukunftsmodelle durch gedacht und geplant, meine jetzige Frau kennen und lieben gelernt und dann doch der klassische &#8222;getrennt lebende Vater&#8220; geworden.</p>
<p><strong>Eigene Selbstständigkeit</strong></p>
<p>Meine zweite Frau ist Heilpraktikerin für Psychotherapie und hatte, als ich sie kennen lernte, schon eine eigene Praxis. Sie plante damals gerade einen Anbau an ihr Haus, um in einem größeren Raum eben auch Familientherapie anbieten zu können.</p>
<p>Nachdem sich die privaten Wirren gelegt hatten, verfolgten wir gemeinsam das Ziel bzw. die Vision einer gemeinsamen, Familientherapeutischen Praxis. Leider stellte sich schnell heraus, das das für uns zuständige Jugendamt kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit uns hatte und das es uns nicht möglich war, genügend selbst zahlendes Klientel zu erreichen, das es ermöglicht hätte, das ich auf meinen Job verzichten kann.</p>
<p>Es gab in der Zeit trotzdem immer mal wieder Versuche, eine eigene Selbstständigkeit aufzubauen. Ich habe einige Fortbildungen in Eigenverantwortung angeboten und vermarktet, hatte den ein oder anderen Klienten, aber es reichte eben nie, meine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.</p>
<p>Aus der Vision der gemeinsamen, Familientherapeutischen Praxis sind abendliche Paarberatungssitzungen geworden, die ich gemeinsam mit meiner Frau (von Paar zu Paar) anbiete. Das läuft gut und macht uns beiden viel Freude. Diesen Teil der Vision konnten wir umsetzen.</p>
<p><strong>Aktuell</strong></p>
<p>Welche Vision treibt mich aktuell an?</p>
<p>Ich habe über diese Frage viel nach gedacht. Ich denke, ich habe vieles von meinen Visionen umgesetzt, wenn auch nicht alles (über das Verhältnis zwischen Vision und Realität dann mehr im 3. Beitrag zu dem Thema&#8230;). Aber ich denke, die für mich wichtigsten Elemente konnte ich umsetzen.</p>
<p>Zur Zeit habe ich bei der Frage nach meiner Vision immer ein Bild vor den Augen: den &#8222;berühmten&#8220; einsamen Lehrer oder Meister, meditierend auf einem Berg vor einer kleinen Hütte oder Höhle, zu dem die Menschen (Schüler) kommen, um sich Rat zu holen. Ich bin nicht so vermessen, dass ich glauben würde, ich könnte so ein weiser, alter Meister sein, aber das Bild deckt sich mit vielem, was ich für mich wichtig finde. Ich möchte immer weiter und mehr lernen über dieses Leben und wie es sich gut leben lässt, und ich möchte dieses Wissen weiter geben (deshalb auch dieser Blog ;-)). Ich weiss, dass ich in ein Alter komme (ich werde im nächsten Jahr 50), in dem die äußeren Werte nicht mehr wichtig sind. Ich habe ein Haus gebaut, Kinder gezeugt und erzogen und auch den ein oder anderen Baum gepflanzt. Jetzt geht es um die &#8222;Reise nach Innen&#8220;, wie Rüdiger Dahlke sagt. Und ich freue mich, wenn ich die Eindrücke dieser Reise teilen kann und mein Wissen anderen nützlich ist&#8230;</p>
<p>Soweit für heute&#8230; nun ist dieser Beitrag doch länger geworden, als ich gedacht hatte&#8230; ;-)</p>
<p>&nbsp;</p>
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