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	<title>Erfahrungen &#8211; Kraft der Seele</title>
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	<description>Rund um das Thema &#34;Gelingendes Leben&#34;. Von der Suche, dem Weg und dem Ziel.</description>
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		<title>Eine Woche ohne</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Jürgen Lahann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2015 00:55:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Innenansichten eines Bloggers]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensziele]]></category>
		<category><![CDATA[Vision]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal muss erst ein Einschnitt von aussen kommen, um Dir deutlich zu machen, wie sehr sich Dein Leben in der letzten Zeit verändert hat. Bei mir geschah es durch die plötzliche Trennung von Telefon und Internet. Für eine Woche. In der Woche vorher gab es schon immer mal wieder kleinere Probleme und Ausfälle, aber dann [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/11/Fotolia_90976815_XS_copyright.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-316 aligncenter" src="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/11/Fotolia_90976815_XS_copyright-300x221.jpg" alt="Eine Woche ohne" width="464" height="341" srcset="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/11/Fotolia_90976815_XS_copyright-300x221.jpg 300w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/11/Fotolia_90976815_XS_copyright-260x192.jpg 260w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2015/11/Fotolia_90976815_XS_copyright.jpg 424w" sizes="(max-width: 464px) 100vw, 464px" /></a></p>
<p>Manchmal muss erst ein Einschnitt von aussen kommen, um Dir deutlich zu machen, wie sehr sich Dein Leben in der letzten Zeit verändert hat.</p>
<p>Bei mir geschah es durch die plötzliche Trennung von Telefon und Internet. Für eine Woche. In der Woche vorher gab es schon immer mal wieder kleinere Probleme und Ausfälle, aber dann standen wir eine Woche ohne digitale Verbindung zur Aussenwelt da.</p>
<p>Nach dem ersten Schrecken und der Panik, viel Wichtiges zu verpassen und meine treuen Leser nicht mehr erreichen zu können, ergaben sich nach einer Weile durch diese Zeit eine Reihe von Erkenntnissen, die Dich vielleicht überraschen werden.</p>
<p><span id="more-315"></span></p>
<p>Die (technischen) Einzelheiten und das Hin und Her mit unseren beiden Telefonanbietern möchte ich Dir ersparen. Alleine DAS würde einen ganzen Beitrag füllen. Für hier reichen die Fakten: Nachdem es Störungen mit unserem Anschluss gab, war die Leitung nach einigen Tagen komplett tot. Und die Aussage des Netzbetreibers war, das es bis zu dreissig Tage dauern kann, bis die Leitung repariert ist, weil evtl. Erdarbeiten anstehen. Dazu kommt noch, dass ich auf dem Land lebe und es hier kaum Handynetzabdeckung gibt. Jdf. auf keinen Fall genügend, um mit dem Handy im Internet aktiv zu sein. Weiterhin hatte ich in der Zeit 5 Tage Urlaub, so dass ich auch die Technik in meinem Arbeitsbüro während der Mittagspause nicht nutzen konnte. Es gab nichts zu beschönigen: ich konnte für eine absehbar längere Zeit nicht im Netz aktiv sein.</p>
<p>Na und, wirst Du jetzt vielleicht sagen, wo ist das Problem? Es gibt Schlimmeres!</p>
<p>Der Punkt ist, dass ich bis dato noch garnicht wirklich realisiert hatte, wie sehr sich mein Leben in den letzten 1,5 Jahren verändert hatte. Im Sommer vergangenen Jahres sind meine beiden Blogs &#8222;<a href="https://schmerzfrei-durch-ernaehrung.de/Blog/">Schmerzfrei durch Ernährung</a>&#8220; und &#8222;<a href="https://kraft-der-seele.de/Blog/">Kraft der Seele</a>&#8220; online gegangen. Ich muss zugeben, ich bin sehr &#8222;naiv&#8220; an die Sache heran gegangen. Auf die Anregung meiner Frau hin wollte ich einen Weg finden, mein Wissen an möglichst viele Menschen weiter zu geben. Mein Wissen über die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Arthrose und mein Wissen über die vielen Coaching Tools und spirituellen Fragen, die ich in meinem Leben bearbeitet habe / hatte. Da ich gerne schreibe, bin ich auf die Idee mit den Blogs gekommen.</p>
<h4>Die Begeisterung am Anfang</h4>
<p>Die Welt der PCs und des Internets ist mir nicht neu, aber mit der Einrichtung der Blogs eröffnete sich mir eine völlig neue und aufregende Welt. Bisher kannte ich es nur so, dass man Webseiten in Auftrag gibt und das sie nur vom &#8222;Fachpersonal&#8220; bearbeitet und verändert werden können. Jetzt lernte ich, wie ich selber alles bestimmen konnte, was ich wollte. Inhalte, Design, Struktur usw&#8230; Eine aufregende Erfahrung und eine enorme Erweiterung meiner Kenntnisse und Fähigkeiten. Und weil das alles so aufregend war und ich mich vorher nur mit den wichtigsten Deteils beschäftigt hatte, legte ich einfach los. Ohne mir viel Gedanken zu machen.</p>
<p>Und ich merkte schnell, dass es in der neuen Welt unendlich viele Möglichkeiten gab, aber damit auch unendlich viele Fehlerquellen und Entscheidungspunkte. Ich nahm eine Hürde und es taten sich direkt danach mind. zwei neue auf&#8230; Aber es machte Spass, ein Problem nach dem nächsten lösen zu können. Die Seiten wuchsen und wurdne immer &#8222;besser&#8220;. Ein richtiger Hype entstand.</p>
<p>Wer einen Blog schreibt, will auch, dass er gelesen und wahrgenommen wird, sonst bräuchte man ihn nicht zu schreiben. Es gibt viele Menschen im Internet, die Anfängern wie mir erklären, wie man Leser auf seinen Blog bekommt. Das Problem ist, das das Netz inzwischen so voll mit Informationen ist, dass man etwas tun muss, um in diesem Wust an Informationen wahrgenommen zu werden. Es reicht nicht, einen guten Beitrag zu schreiben, eine tolle Seite zu haben und darauf zu vertrauen, dass Google einen schon findet.</p>
<h3>Bekannt werden wollen</h3>
<p>Wenn man gelesen werden möchte, muss man seine Beiträge und seine Seite regelrecht &#8222;vermarkten&#8220;. Sei aktiv in sozialen Netzwerken, sammle E-Mail Adressen, schreibe regelmäßig, mache Videos und Podcasts, liefere unschlagbaren Inhalt&#8230; Das sind so, zusammen gefasst, die häufigsten Tipps. Das Problem an der Geschichte ist: Das ist harte Arbeit. Auch wenn es ganz locker klingt, es kostet Zeit und Energie. Jeder Leser, jede E-Mail Adresse, ist hart erarbeitet. Diese Geschichten von Seiten, die plötzlich einfach so &#8222;durch die Decke&#8220; gehen und tausende von Lesern und Klicks erreichen, sind die Ausnahme geworden. Es gibt nichts, was es nicht schon gibt. Ja, Du hast Deine persönliche Note und Deine persönlichen Leser, aber das Grundthema ist bestimmt schon irgendwo im Netz verfügbar.</p>
<p>Ich investierte also nicht nur Zeit in meine Beiträge, sondern begab mich auch auf die Suche nach Menschen, die das, was ich zu sagen hatte, auch gebrauchen konnten. Und so war ich dann nicht nur mit dem Schreiben von Beiträgen beschäftigt, sondern las Blogs, die mir halfen, vermeintliche Schwachstellen auf meiner Seite zu finden, studierte täglich meine Statistiken und freute mich, wenn sie stiegen und war frustriert, wenn sie sich reduzierten und war viel präsent in sozialen Netzwerken, vor allem auf Facebook.</p>
<p>Und das Ganze passierte so langsam und schleichend, dass es mir garnicht bewusst wurde. Vor allem nicht, woher ich die Zeit für all das genommen habe.</p>
<h3>Es hat sich was verändert</h3>
<p>Erst jetzt, als der große &#8222;Break&#8220; kam, fühlte es sich plötzlich merkwürdig an&#8230;</p>
<p>Plötzlich wurde mir klar, dass meine Morgenroutine statt Chi Gong und Meditation, jetzt aus der Sichtung der Statistiken und Facebook-Besuchen bestand. Inzwischen musste ich die Abfolge der Chi Gong Übungen wieder nachsehen, obwohl ich sie schon mal aus dem FF konnte&#8230; Jetzt hatte ich plötzlich Situationen am tag, an denen ich erstmal überlegen musste, was ich jetzt tun will. Der routinierte Griff zum Laptop oder Tablett führte ins Leere, da war nichts mehr&#8230; Plötzlich hatte ich auch wieder Zeit zum Lesen. Früher meine Lieblingsbeschäftigung, konnte ich mich jetzt kaum noch daran erinnern, wann ich das letzte mal ein Buch in der Hand hatte. Obwohl meine Regale voller spannender Bücher sind, die darauf warten, endlich gelesen zu werden.</p>
<p>Und etwas anderes habe ich in dieser Zeit ohne Internet und Telefon wieder neu entdeckt: das NICHTSTUN. So blöd es vielleicht klingen mag, aber ich habe mir in der letzten Zeit immer weniger Zeit für Erholung genommen. Immer in dem Glauben, wieso, ich mache doch das, was mir Spass macht, da braucht es doch keine Erholung&#8230; Erst jetzt merkte ich, wie gut es tut, einfach mal nur so da zu sitzen (s. Loriot :-)) und nichts zu tun&#8230; oder mal lange zu schlafen&#8230;</p>
<h3>Tue nur das, was Dir Spass macht&#8230;</h3>
<p>Diese Erfahrungen machten mich sehr nachdenklich&#8230; Wie ist das denn nun mit dieser Hypothese, das man nicht ausbrennt, wenn man immer das macht, was einen erfüllt und was Spass macht? Vielleicht habe ich da auch was falsch verstanden&#8230; Mein Job macht mir Spass, meine Blogarbeit macht mir Spass, meine Facebook-&#8222;Arbeit&#8220; macht mir Spass&#8230; und trotzdem merke ich, wie sehr mir Erholung fehlt, wenn plötzlich Zeit dafür da ist&#8230; Vielleicht ist es eine Frage der Motivation, also des Antriebes? Geht es darum, ob ich zu jeder Zeit das mache, was ich jetzt gerade tun WILL, oder nur das, was gerade dran ist, getan werden muss oder jetzt nötig ist? Mir fällt dazu immer dieser blöde Waldorf-Witz ein: Fragen die Kinder die Erzieherin im Waldorfkindergarten: &#8222;Müssen wir heute wieder spielen, was wir wollen?&#8220;</p>
<p>Ich lande wieder bei meinem &#8222;alten&#8220; Thema&#8230; <strong>Höre auf Dich und sorge für Dich, statt Dich von Zielen im aussen leiten zu lassen&#8230;.</strong></p>
<h3>Das &#8222;Warum&#8220; kennen</h3>
<p>Meine Frau brachte es auf den Punkt: &#8222;Was willst Du mit Deiner Blog-Arbeit? <strong>Anderen Dienen oder selbst bedient werden?</strong>&#8220; Also, will ich wirklich mit meinem Blog für andere hilfreich sein, oder geht es mir &#8222;nur&#8220; um Anerkennung und &#8222;Belohnung&#8220;? Ich habe mich mit dem Hinweis retten wollen, dass meine Arbeit ja nur dann anderen helfen kann, wenn sie meine Beiträge auch finden&#8230; aber gespürt habe ich, dass etwas wahres dran ist&#8230; es geht auch um Anerkennung. Lob, Gesehen werden&#8230; Gibt es etwas schöneres als sagen zu können, ich habe einen Blog, eine Seite geschaffen, die die Welt verändert? Ja, hoher Anspruch, ich weiss, aber wenn ich ehrlich bin&#8230; das ist zumindest ein Teil meines Antriebes&#8230; Und damit auch ein Teil des Problems&#8230;</p>
<p>Das bringt mich zu meinen neuen Erkenntnissen über Facebook&#8230;</p>
<h3>Die Vor- und Nachteile von Netzwerken</h3>
<p>Ich muss es gestehen, ich LIEBE Facebook&#8230; Anfangs hatte ich mich dort angemeldet, weil ich darüber alte Freunde, die ich längst aus den Augen verloren hatte, dort wieder treffen konnte. Durch meine digitale Arbeit habe ich dort im letzten Jahr sehr viele, fantastische und tolle Menschen kennen und schätzen gelernt. Auch, wenn wir uns noch nie persönlich getroffen haben, würde ich nicht zögern, viele davon als wirkliche Freunde zu bezeichnen. Mit manchen ist der Kontakt eher sachlich und Themen bezogen, mit anderen sehr persönlich. So, wie es eben bei jedem passend ist. Eine unschätzbare Bereicherung meines Lebens. Freunde in ganz Europa :-)</p>
<p>Das ist ein riesen Vorteil von Facebook, den ich nicht missen möchte. Ihr seid mir alle sehr ans Herz gewachsen :-)</p>
<p>Es ist allerdings auf FB nicht möglich, die Nachrichten, die man von Freunden bekommt, zu &#8222;filtern&#8220; :-) Und darin liegt für mich der Haken&#8230; nicht, weil ich keine schlechten Nachrichten vertrage, darum geht es nicht&#8230; Es ist eher dieses stechende Gefühl, wenn ich sehe, was bei den anderen und deren Projekten so passiert&#8230; Hier entsteht eine neue Idee, dort werden Gastartikel geteilt und geschrieben, hier erreichen die Zahlen und die Statistik einen neuen Höhenrekord, dort verwirklicht jemand seinen Lebenstraum&#8230;</p>
<p>Florian Sauer mit seinem tollen Auto, seinem Seminarhaus und seinen Detox Wochen auf einer traumhaften Insel&#8230;</p>
<p><a href="https://www.einfachanfangen.net/blog/" target="_blank">Antje Düwel</a> mit ihrer tollen Seite, erst vor kurzem gestartet und schon jetzt in Cooperation mit vielen namhaften Größen der Szene&#8230;</p>
<p><a href="https://energyhealth.de/" target="_blank">Steffi Arlt</a> mit ihrer tollen Seite mit den schönen Rezepten und so professionellen Fotos, wie ich sie nie hinbekommen werde&#8230;</p>
<p><a href="https://www.gesundheitspraxis-fuchs.de/" target="_blank">Jen Fuchs </a>mit ihrer tollen Facebookseite mit den täglichen Morgen-Gedanken und den Videos&#8230;</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/channel/UCZgAHgr3c_A_yN0p2aR14mA" target="_blank">Robert</a> mit seinen täglichen Videos, die sooo professionell sind und der schon längst in einer ganz anderen Liga spielt als ich&#8230;</p>
<p>Und da bin ich noch garnicht bei so erfolgreichen Seiten wie <a href="https://www.kochtrotz.de/" target="_blank">Kochtrotz</a>, <a href="https://www.silkeleopold.de/" target="_blank">Silke Leopold</a> und und und&#8230; Ganz zu schweigen von den vielen tollen Seiten, die es im Bereich persönliches Coaching und Wachstum gibt. Alles Erfolgsgeschichten, von denen ich natürlich auch gerne eine wäre&#8230;</p>
<p>Wie immer ist es der Blick auf die anderen, denen es (angeblich?) soooo viel besser geht, die soooo viel mehr Erfolg haben als ich, die all das leben von dem ich träume&#8230; Es heisst nicht umsonst: &#8222;Der Vergleich ist der Vater des Unglücklich seins.&#8220;</p>
<p>Das alles bekomme ich so mit über Facebook, ohne das ich es verhindern kann. Und es macht was mit mir, auch wenn ich es nicht gerne zugebe. Das hat nichts mit Neid zu tun. Veit Lindau sagt, Neid ist eine verkannte Kraft, eine Möglichkeit, besser zu erkennen, was ich will und es dann auch umzusetzen. Neidisch bin ich nicht. Aber ich verliere <strong>mich</strong> aus dem Augen. Ich verliere aus den Augen, worum es <strong>mir</strong> eigentlich geht. Ich verliere meine Mitte, mich selbst und meine Werte. Statt dessen vergleiche ich und bei diesem Vergleich ziehe ich immer den &#8222;kürzeren&#8220;. Und dann ist die Gefahr, dass ich versuche, die anderen zu kopieren, sie nachzumachen, um an deren Erfolg teil haben zu können. Sich von etwas anspornen und inspirieren zu lassen, und etwas schlicht zu imitieren, sind zwei verschiedene Sachen. Ich hoffe, ich lerne immer mehr, das zu unterscheiden.</p>
<p>Und ich hoffe, dass ich mich von diesen Beispielen weiter anspornen lasse, statt irgendwann frustriert das Handtuch zu werfen. Im Sinne von: DAS erreiche ich eh nie&#8230; Die anderen sind eben die anderen, mit anderen Voraussetzungen, anderen Bedingungen und anderen Fähigkeiten.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Und was bedeutet das alles jetzt? Wirst Du weniger von mir lesen, werde ich weniger auf Facebook sein, werde ich womöglich meine Blogs aufgeben?</p>
<p>Das sicher nicht. Ich weiss noch nicht genau, was ich konkret verändern werde. Wichtig ist mir erstmal, das mir diese Dinge bewusst geworden sind. Ich werde in Zukunft mehr darauf achten, mich nicht aus dem Blick zu verlieren und mir treu zu bleiben. Es gilt der Satz: Ich bleibe bei mir und in meiner Mitte. Ich konzentriere mich mehr darauf, was ich kann und was ich will und weniger darauf, was die anderen tolles machen. Ich konzentriere mich mehr darauf, diejenigen, die gerne von mir lesen, zu unterstützen, als immer darauf aus zu sein, mehr Menschen zu erreichen.</p>
<p>In diesem ganzen Prozess ist mir deutlich geworden, dass ich auf die Fragen nach dem &#8222;Warum&#8220; keine wirkliche Antwort habe. Wann ist es &#8222;genug&#8220;? Wann habe ich &#8222;genug&#8220; erreicht? Ich bin im Januar 50 geworden. Auf was in meinem Leben möchte ich zurück blicken? Womit bin ich dann &#8222;zufrieden&#8220;, um das Wort &#8222;stolz&#8220; nicht zu benutzen? Was treibt mich da eigentlich? Es wird immer jemanden geben, der NOCH erfolgreicher und NOCH &#8222;besser&#8220; war und ist als ich&#8230; DIESE Sichtweise wird mich nicht zufrieden machen, das ist mir durch diese &#8222;Auszeit&#8220; klar geworden.</p>
<p>Meine konkreten Veränderungen werden mit diesen Antworten zu tun haben. Sollte es konkrete Ergebnisse geben, lasse ich es Dich gerne wissen :-)</p>
<p>Danke, dass Du bis hierhin gelesen hast. Kennst Du die von mir beschriebenen Phänomene auch? Dann freue ich mich über einen Kommentar!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Visionen 2 / Persönliches</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans-Jürgen Lahann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2014 02:03:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[pesönliches]]></category>
		<category><![CDATA[Vision]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; In diesem Blog soll es ja nicht nur darum gehen, klug zu &#8222;schnacken&#8220;, sondern anhand meiner eigenen Erfahrungen sozusagen den &#8222;Praxis-Test&#8220; zu machen. Deshalb gebe ich Dir jetzt einen Einblick in meine eigenen Erfahrungen mit dem Thema &#8222;Visionen&#8220;, verbunden mit der Frage, welche aktuelle Vision mein Leben eigentlich gerade bestimmt bzw. leitet. Aber fangen wir [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_108" style="width: 289px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img833.jpg"><img aria-describedby="caption-attachment-108" loading="lazy" class=" wp-image-108" src="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img833-300x210.jpg" alt="Das bin ich, noch jung und voller Tatendrang ;-)" width="279" height="195" srcset="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img833-300x210.jpg 300w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img833-1024x719.jpg 1024w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img833-648x455.jpg 648w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img833-273x192.jpg 273w" sizes="(max-width: 279px) 100vw, 279px" /></a><p id="caption-attachment-108" class="wp-caption-text">Das bin ich, noch jung und voller Tatendrang ;-)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>In diesem Blog soll es ja nicht nur darum gehen, klug zu &#8222;schnacken&#8220;, sondern anhand meiner eigenen Erfahrungen sozusagen den &#8222;Praxis-Test&#8220; zu machen. Deshalb gebe ich Dir jetzt einen Einblick in meine eigenen Erfahrungen mit dem Thema &#8222;Visionen&#8220;, verbunden mit der Frage, welche aktuelle Vision mein Leben eigentlich gerade bestimmt bzw. leitet. Aber fangen wir am Anfang an:<span id="more-107"></span></p>
<p><strong>Die Vision meiner Kindheit</strong></p>
<p>Natürlich kann man sich an dieser Stelle fragen, ob Kinder überhaupt Visionen haben&#8230; Ich weiss nicht, wie das bei Dir war, aber ich habe mich viel und oft damit beschäftigt, mir meine Zukunft auszumalen und sie mir in den schönsten Formen vorzustellen. Insofern kann ich für mich sagen, dass ich schon als Kind Visionen über mein zukünftiges Leben hatte. Vielleicht ist das sogar die beste Zeit, um Visionen zu haben, da Kinder einen direkteren Zugang zu ihren &#8222;Träumen&#8220; haben und nicht immer gleich in das &#8222;Bedenkenloch&#8220; fallen&#8230;</p>
<p>Aber zurück zu mir&#8230; Die erste Vision, an die ich mich lebhaft erinnere, ist die Vision von mir als Seefahrer. Ja, jeder kleine Junge träumt davon, Lokomotivführer, Astronaut oder eben Kapitän zu werden, aber bei mir war es schon eine konkrete Vision. In meiner Kindheit haben wir alle Urlaube an der Nordsee auf einer Hallig verbracht, auf der auch Verwandte von uns lebten. Auf diese Urlaube habe ich immer hin gefiebert und sie ungeduldig erwartet. Dieses Klima von Seefahrt, Abenteuer und Fernweh hat mich enorm angezogen. Verbunden mit dem Wissen, dass hier ein Teil der Wurzeln meiner Familie liegt. Ja, ich weiss, es gab da auch Lehrer, Handwerker und Bauern unter unseren Ahnen, aber in mir schlug das &#8222;Seefahrer-Herz&#8220;. Ich verschlang Bücher über die Zeit der Windjammer, las die Jahresberichte der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und träumte davon, einer von ihnen zu sein.</p>
<div id="attachment_110" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img839.jpg"><img aria-describedby="caption-attachment-110" loading="lazy" class="size-medium wp-image-110" src="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img839-300x207.jpg" alt="Mein Traum vom Kapitän" width="300" height="207" srcset="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img839-300x207.jpg 300w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img839-1024x707.jpg 1024w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img839-648x447.jpg 648w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/img839-278x192.jpg 278w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-110" class="wp-caption-text">Meine Vision vom Kapitän</p></div>
<p>Wenn ich mir diese Vision heute unter dem Thema ansehe, was sich daraus für mich als Leitlinien für mein Leben ergeben hat, bzw. was mich an dieser Vision so fasziniert hat, ist das nicht so leicht zu beantworten. Es ging mir nicht um das Fernweh, auch nicht um das Erleben von Abenteuern. Dazu hatte ich mich zu realistisch mit dem Thema auseinander gesetzt. Ich wusste von den Mühen und Plagen der Seefahrt und von den dort herrschenden Zwängen. Mit der heutigen Distanz würde ich sagen, das mich folgende Themen an dieser Vision angesprochen haben: die Übernahme von Verantwortung, das Leben in einer eingeschworenen Gemeinschaft, das gemeinsame Überwinden von Krisen und das besondere Verhältnis zur Natur. Mir war immer klar, dass ich auf einem Segelschiff arbeiten möchte; etwas anderes kam nicht infrage&#8230;</p>
<p><strong>Verantwortung / Gemeinschaft / Krisen bestehen / Naturverbundenheit</strong></p>
<p>Auch wesentliche Werte haben sich in dieser Zeit bei mir heraus gebildet. Neben dem bewussten Umgang mit der Natur wurden mir durch die Beschäftigung mit den Erlebnisberichten der Seefahrer die Werte Respekt vor den Leistungen anderer und die Sinnlosigkeit von Gewalt vermittelt. Kapitäne, die keinen Respekt vor ihrer Mannschaft hatten und ihre Autorität mit Gewalt durch setzten, waren schnell &#8222;ausgemustert&#8220;. Ich denke auch, dass mein Bild von &#8222;Autorität&#8220; in dieser Zeit geprägt wurde.</p>
<p><strong>Respekt / Gewaltlosigkeit / Autorität</strong></p>
<p>Ich denke, auch mein Wunsch, anderen Menschen helfen zu wollen, ist in dieser Zeit aus der Bewunderung der Arbeit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, entstanden. Die Idee, anderen Menschen mit meinem Tun helfen zu können, hat mich früh begeistert. Und ich glaube, das es auch in dieser Zeit schon darum ging, Menschen nicht nur kurzfristig und spektakulär zu &#8222;retten&#8220;, sondern das meine Vorstellung von &#8222;Hilfe&#8220; eher die einer langfristigen Begleitung entsprochen hat; also ein ehe pädagogischer Gedanke&#8230;</p>
<p><strong>Hilfreich sein für andere in ihrer Entwicklung</strong></p>
<p>Diese Vision prägte mich durch meine gesamte Kindheit und Jugend und wurde mit der zunehmende Reife immer konkreter und griffiger. Ich setzte mir &#8222;Zwischen-Ziele&#8220;, machte meinen Segelschein für das Binnenrevier und wollte diesen später auf das Küstenrevier ausweiten. Ich nahm Kontakt zur Bundeswehr auf. Warum zur Bundeswehr? Es gibt in Deutschland nur ein Segelschiff, das aus meiner damaligen Sicht noch die Möglichkeit einer beruflichen Tätigkeit bot: das Schulschiff &#8222;Gorch Fock&#8220; der Marine. Ich hatte mir nichts weniger in den Kopf gesetzt, als der Kapitän der &#8222;Gorch Fock&#8220; zu werden, oder zumindest ein Mitglied de Stamm-Mannschaft.</p>
<p>Dann kam die Zeit der Friedensbewegung&#8230; Mich störte die Vorstellung, dass beide Großmächte sich mit Raketen an der deutschen Grenze gegenüber stehen und das Deutschland Ausgangspunkt eines dritten Weltkrieges sein würde&#8230; Ich beteiligte mich an Demos und war bei den Ostermärschen dabei&#8230; Und dann war klar: das war mit meiner bisherigen Vision nicht vereinbar. Ich mußte mich entscheiden: für meine Werte oder für meine Vision. Ich entschied mich für meine Werte und trat kurz darauf meinen Zivildienst an, den ich in einer Kinderklinik leistete.</p>
<div id="attachment_113" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/Scan00011.jpg"><img aria-describedby="caption-attachment-113" loading="lazy" class="wp-image-113 size-medium" src="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/Scan00011-300x232.jpg" alt="Scan0001" width="300" height="232" srcset="https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/Scan00011-300x232.jpg 300w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/Scan00011-648x502.jpg 648w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/Scan00011-247x192.jpg 247w, https://kraft-der-seele.de/Blog/wp-content/uploads/2014/11/Scan00011.jpg 842w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-113" class="wp-caption-text">Uniklinik Münster</p></div>
<p>Ich weiss nicht mehr genau, warum es eigentlich die Kinderklinik wurde&#8230; Altersheim und Behinderte wäre für mich nicht gegangen, wenn ich ehrlich bin. Aber was mit Kindern zu machen, konnte ich  mir gut vorstellen. Und ich hatte Glück, ich bekam gleich die gewünschte Stelle und die Arbeit dort machte mir großen Spass. So viel, dass ich mir später noch im Studium als Nachtwache dort Geld dazu verdient habe.</p>
<p>&#8222;Visions-technisch&#8220; hing ich zu der Zeit in einem Loch&#8230; Meine ursprüngliche Vision war geplatzt, ich hatte keinen &#8222;Plan B&#8220;&#8230; Mein Vater, ein leidenschaftlicher Ingenieur, wollte natürlich gerne, dass ich in seine Fuss-Stapfen trete. Ich habe auch zwei Praktiken in diesem Bereich gemacht, aber schnell fest gestellt, das ich weder eine Affinität zu Zahlen und Konstruktionen habe, noch das ich das &#8222;Klima&#8220; auf Baustellen ansprechend fand. Ich ließ die Idee, Ingenieur zu werden, zum Bedauern meines Vaters fallen.</p>
<p>Verschiedene Ideen und Visionen spukten mir in dieser Zeit durch den Kopf&#8230; Meine Naturverbundenheit führte mich zum Biologie-Studium (was macht man als Biologe?), oder zur Garten- und Landschaftsarchitektur (keine Stellen&#8230;). Die Arbeit in der Kinderklinik legte die Idee des Medizinstudiums nahe (zu lange Wartezeit, zu große Verantwortung); Psychologie war Thema (zu viel Statistik) oder auch Pädagogik (zu trocken).</p>
<p><strong>Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeut</strong></p>
<p>Schließlich las ich ein damals sehr populäres Buch, dass die Heilung eines autistischen Jungen als Erfahrungsbericht sehr anschaulich schilderte. Dieses Buch brachte damals das Thema Autismus in die breite Öffentlichkeit und mir machte es klar: DAS ist das , was ich will: Menschen bzw. Kinder auf einem solchen Weg helfen und ihnen den Weg in´s Leben zeigen. Ich machte mich auf die Suche und Recherche und fand heraus, dass ich Sozialpädagogik studieren mußte, um dieses Ziel zu erreichen bzw. diese Vision umzusetzen. Gesagt, getan&#8230;</p>
<p><strong>Systemisches Denken</strong></p>
<p>Im Studium konzentrierte ich mich vor allem auf die Themen: Erziehung, Beratung und Familie. Während meines Studiums in den 80´er Jahren vollzog sich ein revolutionärer Wandel im Psychologischen / Therapeutischen Denken: Betrachtete man bisher immer das auffällige Kind als das zu behandelnde &#8222;Problem&#8220;, gerieten in dieser Zeit die Beziehungen in der Familie zunehmend in den Blick der Therapeuten. Es entstand eine neue Art, mit &#8222;Problemen&#8220; umzugehen. Das &#8222;systemische Denken&#8220; hatte in alle Bereiche der Psychologie und der Pädagogik Einzug gehalten und griff immer weiter um sich. Es dauerte auch nicht lange, bis ich damit in Berührung kam: ein wesentlicher Professor an unserer Hochschule ließ sich gerade als systemische Therapeut ausbilden und auch der Ausbilder, bei dem ich mich während des Studiums zum Mitarbeiter am &#8222;Kinder-Sorgen-Telefon&#8220; des Kinderschutzbundes ausbilden ließ, befand sich gerade beim selben systemischen Institut in Ausbildung. Ich war schnell von dieser neuen Art des Denkens infiziert und mich begeisterte diese neue, philosophische und ganz andere Art, mit Menschen und ihren &#8222;Problemen&#8220; umzugehen. Und wieder war schnell für mich klar: DAS will ich auch! Ich wollte Systemischer Therapeut werden und Familien auf diese Art und Weise beraten und unterstützen.</p>
<p><strong>Der Weg in die Jugendhilfe</strong></p>
<p>Auch hier musste ich meine Vision wieder ein Stück weit an die Realität anpassen: denn die Entscheidung für die systemische Therapie bedeutete den Abschied von dem Ziel &#8222;Kinder-und Jugendlichen Psychotherapeut&#8220;, zumindest in der Welt der Krankenkassen&#8230; denn diese lassen nur Therapeuten zu, die eine Ausbildung in Verhaltenstherapie oder Tiefenpsychologie gemacht haben. Und beides kam für mich nach meiner Entscheidung für das systemische Denken nicht mehr infrage. Es musste auch irgendwie anders gehen&#8230;</p>
<p>Ich wählte den Weg in die Jugendhilfe mit der Hoffnung, einer der wenigen und begehrten Stellen in einer Erziehungsberatungsstelle zu bekommen. Für das Anerkennungsjahr klappte das auch, wenn auch im weiteren Umfeld von Münster. Aber danach lenkte mich das Leben von meiner beruflichen Vision ab&#8230;</p>
<p>Bevor ich meinen Wunsch, die systemische Ausbildung zu machen, realisieren konnte, waren erst mal andere Themen dran&#8230; Bevor ich andere bei der Lösung ihrer Familiären Probleme unterstützen konnte, gründete ich erstmal selber eine Familie&#8230; Hochzeit, Schwangerschaft, die Geburt unseres ersten Kindes, die erste feste Stelle&#8230; keine Beratungsstelle, sondern die Leitung einer Aussenwohngruppe in einem Kinderheim&#8230; Erziehung lernen &#8222;von der Pike auf&#8220;, so habe ich das gesehen&#8230;</p>
<p>Dann die Geburt unseres zweiten Kindes und die Auseinandersetzung damit, dass beide Kinder krank sind, lebenslang. Das eine mehr als das andere&#8230; Und mit dieser privaten Belastung dann das Einsehen, dass der Schichtdienst im Heim damit nicht gut zu kombinieren ist&#8230; eine neue Stelle gesucht und sie bei einem Träger für Sozialpädagogische Familienhilfe gefunden. Hier kam ich meiner Vision der Erziehungsberatung schon ein Stück weit näher. Auch mochte ich die Nähe zu den Klienten in ihren eigene Wohnungen. Da ist vieles direkter und deutlicher, als in der &#8222;abgehobenen&#8220; Beratungsstelle&#8230;</p>
<p><strong>Neues Denken fördern / Krisen meistern</strong></p>
<p>Aber nach kurzer Zeit wurde mir das zu eingefahren, zu langweilig. Was mich interessierte waren die Familien, bei denen scheinbar nichts mehr half und bei denen viele Fachkräfte &#8222;rumgeeiert&#8220; haben (so sah ich es damals). Dann hörte ich von einer neuen Einrichtung bzw. einer neuen Hilfeform: Familienkrisendienst. 6 Wochen intensive Unterstützung bei der Frage: &#8222;Geht es, oder geht es nicht?&#8220; Das war mein Ding! Neues, positives Denken, gute Methoden, Offenheit in der Arbeit und die Helfer mit allem, was ihnen zur Verfügung steht im Geschehen. Die Möglichkeit, Krisen gemeinsam mit der Familie durch zu arbeiten.</p>
<p>Diese Arbeit habe ich dann ab 2000 13 Jahre als Leitung eines kleinen Teams (3 Kolleginnen) gemacht. Und ich habe viel dabei gelernt&#8230; Über mich, über die Familien, über meine Art des &#8222;Leitens&#8220;&#8230;</p>
<p>2001 habe ich mir dann endlich meinen Wunsch erfüllt und die systemische Ausbildung gemacht. Und wieder spielt &#8222;das Leben&#8220; anders, als gedacht&#8230; Während der Ausbildung Ehekrise mit Trennung, die verschiedensten Zukunftsmodelle durch gedacht und geplant, meine jetzige Frau kennen und lieben gelernt und dann doch der klassische &#8222;getrennt lebende Vater&#8220; geworden.</p>
<p><strong>Eigene Selbstständigkeit</strong></p>
<p>Meine zweite Frau ist Heilpraktikerin für Psychotherapie und hatte, als ich sie kennen lernte, schon eine eigene Praxis. Sie plante damals gerade einen Anbau an ihr Haus, um in einem größeren Raum eben auch Familientherapie anbieten zu können.</p>
<p>Nachdem sich die privaten Wirren gelegt hatten, verfolgten wir gemeinsam das Ziel bzw. die Vision einer gemeinsamen, Familientherapeutischen Praxis. Leider stellte sich schnell heraus, das das für uns zuständige Jugendamt kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit uns hatte und das es uns nicht möglich war, genügend selbst zahlendes Klientel zu erreichen, das es ermöglicht hätte, das ich auf meinen Job verzichten kann.</p>
<p>Es gab in der Zeit trotzdem immer mal wieder Versuche, eine eigene Selbstständigkeit aufzubauen. Ich habe einige Fortbildungen in Eigenverantwortung angeboten und vermarktet, hatte den ein oder anderen Klienten, aber es reichte eben nie, meine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.</p>
<p>Aus der Vision der gemeinsamen, Familientherapeutischen Praxis sind abendliche Paarberatungssitzungen geworden, die ich gemeinsam mit meiner Frau (von Paar zu Paar) anbiete. Das läuft gut und macht uns beiden viel Freude. Diesen Teil der Vision konnten wir umsetzen.</p>
<p><strong>Aktuell</strong></p>
<p>Welche Vision treibt mich aktuell an?</p>
<p>Ich habe über diese Frage viel nach gedacht. Ich denke, ich habe vieles von meinen Visionen umgesetzt, wenn auch nicht alles (über das Verhältnis zwischen Vision und Realität dann mehr im 3. Beitrag zu dem Thema&#8230;). Aber ich denke, die für mich wichtigsten Elemente konnte ich umsetzen.</p>
<p>Zur Zeit habe ich bei der Frage nach meiner Vision immer ein Bild vor den Augen: den &#8222;berühmten&#8220; einsamen Lehrer oder Meister, meditierend auf einem Berg vor einer kleinen Hütte oder Höhle, zu dem die Menschen (Schüler) kommen, um sich Rat zu holen. Ich bin nicht so vermessen, dass ich glauben würde, ich könnte so ein weiser, alter Meister sein, aber das Bild deckt sich mit vielem, was ich für mich wichtig finde. Ich möchte immer weiter und mehr lernen über dieses Leben und wie es sich gut leben lässt, und ich möchte dieses Wissen weiter geben (deshalb auch dieser Blog ;-)). Ich weiss, dass ich in ein Alter komme (ich werde im nächsten Jahr 50), in dem die äußeren Werte nicht mehr wichtig sind. Ich habe ein Haus gebaut, Kinder gezeugt und erzogen und auch den ein oder anderen Baum gepflanzt. Jetzt geht es um die &#8222;Reise nach Innen&#8220;, wie Rüdiger Dahlke sagt. Und ich freue mich, wenn ich die Eindrücke dieser Reise teilen kann und mein Wissen anderen nützlich ist&#8230;</p>
<p>Soweit für heute&#8230; nun ist dieser Beitrag doch länger geworden, als ich gedacht hatte&#8230; ;-)</p>
<p>&nbsp;</p>
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